Die Trauer um Bunny Levine ist groß: Die Schauspielerin, die in Serien wie „Gilmore Girls“, „Law & Order“ und „Shameless“ sowie im Film „La La Land“ zu sehen war, ist im Alter von 97 Jahren gestorben. Sie starb am 20. August in ihrem Zuhause im kalifornischen Tarzana im Schlaf, wie People berichtet.

Ihr langjähriger Sprecher Brandon Kjar erinnerte an eine Künstlerin, die bis zuletzt aktiv blieb. „Sie sprach mit 97 noch für Rollen vor und arbeitete im Juni. Sie war eine großartige, furchtlose Schauspielerin und so eine nette Frau“, sagte Kjar laut People.

Bunny Levine wechselte vom Klassenzimmer vor die Kamera

Geboren wurde Bunny Levine als Bernice Levine in Orange im US-Bundesstaat New Jersey. Bevor sie als Schauspielerin arbeitete, schlug sie zunächst einen ganz anderen Weg ein: Sie erwarb Masterabschlüsse an der New York University und an der Columbia University und war danach als Lehrerin und Schulbibliothekarin tätig.

Erst nach dem frühen Ruhestand widmete sie sich ganz der Schauspielerei. Einer ihrer ersten Filmauftritte war 1990 in „Cadillac Man“ an der Seite von Robin Williams und Tim Robbins. Im Fernsehen folgten frühe Rollen in „You Wrote It, You Watch It“ und später in „Law & Order“. 

Actors Connection prägte Bunny Levine auch abseits der Leinwand

Nicht nur vor der Kamera hinterließ Levine Spuren. 1991 gründete sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Bernard S. Levine in New York City die Organisation Actors Connection, die Schauspielerinnen und Schauspielern beim Karrierestart half. Nach ihrem Tod würdigte die Einrichtung ihr Lebenswerk mit klaren Worten.

„Actors Connection ehrt das Leben und die Beiträge von Bunny Levine … Ihre Leidenschaft, Schauspielern zu helfen, hat unzählige Karrieren auf den Weg gebracht“, hieß es in einem Statement, wie Deadline berichtet. Damit stand sie nicht nur selbst auf Bühnen und Sets, sondern unterstützte auch viele andere auf ihrem Weg.

Rollen in „Ugly Betty“, „Criminal Minds“ und „La La Land“

Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 2003 zog Levine nach Los Angeles und baute ihre Laufbahn dort weiter aus. In den folgenden Jahren war sie in zahlreichen Produktionen zu sehen, darunter „Ugly Betty“, „Criminal Minds“, „2 Broke Girls“, „Raising Hope“, „New Girl“, „Shameless“ und „Sprung“. In der Serie „Gilmore Girls“ spielte sie zudem die Rolle der Mrs. Thompson.

Auch im Kino blieb Bunny Levine präsent. Sie stand für „La La Land“ mit Emma Stone und Ryan Gosling sowie für die Adam-Sandler-Filme „Leg dich nicht mit Zohan an“ und „Sandy Wexler“ vor der Kamera. Zuletzt war sie noch in den Produktionen „The Cure“ und „Achiever“ gelistet.

Bunny Levine hinterlässt Kinder, Enkel und ein langes Vermächtnis

Levine galt als Darstellerin mit großer Ausdauer. Schon als Kind wollte sie auftreten, später arbeitete sie über Jahrzehnte hinweg regelmäßig in Film und Fernsehen. Neben ihrer Karriere bleibt auch ihr privates Vermächtnis: Sie hinterlässt ihre Kinder Marty, Francie und Joe sowie ihre Enkel Robin und Jeffrey.

Für Donnerstag, den 27. August, ist eine Gedenkfeier in der Jewish Memorial Chapel in Clifton im Bundesstaat New Jersey geplant. Ihr Lebensweg zeigt, dass ein Neuanfang auch spät im Leben noch zu einer bemerkenswerten künstlerischen Laufbahn führen kann.