Lori Mai bleibt vielen TV-Zuschauern als eine der eindringlichsten Teilnehmerinnen von „Deutschland sucht den Superstar“ in Erinnerung. Im Februar 2008 trat die Sängerin im Rollstuhl vor die Jury um Dieter Bohlen und sang „Killing me Softly“.
Gezeichnet von der unheilbaren Nervenkrankheit ALS, widmete sie ihren Auftritt ihren beiden kleinen Töchtern. Ihr Ziel war nicht nur ein Weiterkommen in der Show, sondern auch eine bleibende Erinnerung für ihre Kinder.
Lori Mai rührte 2008 mit „Killing me Softly“
Die Berlinerin schaffte es zwar nicht in den Recall, doch ihr Auftritt blieb haften. Dieter Bohlen sagte ihr damals, dass ihre Stimme nicht für die nächste Runde reiche, zugleich berührte ihre Geschichte die Jury und das Publikum stark.
Lori Mai trat als junge Mutter zweier Mädchen vor die Kameras und offenbarte, warum ihr dieser Moment so wichtig war: „Damit sie etwas haben, um sich an Mami zu erinnern!“, sagte damals in der Show.
Lori Mai starb 2009 mit nur 31 Jahren an ALS
Wenig später folgte die traurige Nachricht: Lori Mai starb im Alter von 31 Jahren an Amyotropher Lateralsklerose, kurz ALS. Die Krankheit führt zu fortschreitenden Lähmungen und gilt als unheilbar. Bereits während ihrer Teilnahme war sie auf den Rollstuhl angewiesen.
Ihre positive Ausstrahlung velor Lori trotz aller Rückschläge nie. Der „Bild“ sagte sie vor ihrem Tod: „Was soll ich klagen? Ich hatte eine schlechte Ehe, war nie reich, aber am Ende durfte ich singen. Dafür danke ich Gott.“
Dieter Bohlen und Anja Lukaseder trauerten um Lori Mai
Der Tod der jungen Sängerin traf auch die damalige Jury. „Ihr Schicksal hat mich wie kaum ein anderes bewegt. Sie hatte so viel Lust am Leben, ich bin unendlich traurig“, so Dieter Bohlen laut „Bild“.
Die damalige Jurorin Anja Lukaseder äußerte ebenfalls ihre Trauer: „Es ist traurig, dass eine so starke Frau so jung von uns gehen musste. Ihr Schicksal hat mich schon damals tief bewegt. Meine Gedanken sind jetzt bei ihren Kindern.“
Lori Mai hatte mit ihrer offenen Art und ihrer Kraft einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dass sie trotz ihrer Diagnose den Schritt ins Fernsehen wagte, machte sie für viele Menschen zu einer außergewöhnlich starken Frau, deren Geschichte weit über einen Casting-Auftritt hinausging.
Lori Mai erfüllte sich noch große Wünsche
Vor ihrem Tod ging für Lori Mai noch ein Herzenswunsch in Erfüllung. Weil sie mit ihrem Schicksal viele Menschen erreicht hatte, bekam sie die Möglichkeit, eine eigene CD mit ihrem Bewerbungslied aufzunehmen. Am Ende hielt sie ihre eigene Produktion von „Killing me Softly“ in den Händen, so die „Westfälische Rundschau“.
Zudem erhielt sie 2008 noch eine Rolle in der Serie „Niedrig und Kuhnt“, was ihr einen weiteren besonderen Moment schenkte.