Die Film- und Fernsehwelt nimmt Abschied von Michael Byrne. Der britische Schauspieler ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Die Nachricht über seinen Tod wurde vom „Guardian“ veröffentlicht, nachdem der Schauspieler bereits am 20. Juni verstorben war. Weder eine Todesursache noch ein genauer Sterbeort wurden genannt.

Byrne gehörte zu jenen Darstellern, die auch in kleineren Rollen bleibenden Eindruck hinterließen. Besonders in internationalen Produktionen und britischen Serien war er über viele Jahrzehnte hinweg präsent und wurde für seine markante Leinwandpräsenz geschätzt.

Michael Byrne spielte prägende Rollen in großen Kinofilmen

Viele Zuschauer erinnern sich an Byrne aus „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“, wo er den skrupellosen Nazi Ernst Vogel verkörperte. Auch in „Braveheart“ blieb seine Rolle als Soldat Smythe im Gedächtnis, ebenso wie sein Auftritt in „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1“. Dort spielte er den gealterten Zauberer Grindelwald, der unter Druck Voldemort den Weg zu Dumbledore weist.

Hinzu kamen Rollen in „Force 10 from Navarone“, „Das Omen“, „Champions“, dem Bond-Film „Der Morgen stirbt nie“ und „Apt Pupil“.

TV-Karriere begann schon in den 1960er Jahren

Seine Laufbahn im Fernsehen begann Byrne bereits in den frühen 1960er- und 1970er-Jahren. Er war in Serien wie „No Hiding Place“, „NET Playhouse“, „New Scotland Yard“ und „Thriller“ zu sehen. Später folgten Auftritte in britischen Formaten wie „Coronation Street“ und „Casualty“.

Sein Filmdebüt gab er 1963 mit einem nicht genannten Auftritt in „The Crimson Blade“. Danach baute er seine Karriere stetig aus und wurde zu einem viel beschäftigten Darsteller, der über Jahrzehnte hinweg in ganz unterschiedlichen Stoffen eingesetzt wurde.

Auch auf der Theaterbühne war Byrne fest verankert

Neben seiner Arbeit vor der Kamera spielte das Theater eine wichtige Rolle in Byrnes Karriere. Er stand in den 1960er-Jahren bei Laurence Oliviers National Theatre Company im Old Vic auf der Bühne. Später folgten Produktionen wie „Death and the Maiden“ am Royal Court, „Much Ado About Nothing“ am National Theatre und „Butley“ im Criterion.

Dazu kamen weitere Stücke wie „The Cherry Orchard“, „The Seagull“, „Romeo and Juliet“ und „All My Sons“. Damit zeigte Byrne über viele Jahre eine große Bandbreite als Bühnendarsteller.

Familie begleitete Michael Byrne bis an sein Lebensende

Geboren wurde Michael Byrne am 7. November 1943 in London. Hinter ihm liegt eine lange Karriere, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckte und Film, Fernsehen sowie Theater umfasste. Laut „The Guardian“ hinterlässt er seine Ex-Frau Carole Nimmons, die ihn gegen Ende seines Lebens betreute, seine Töchter Tara und Bryony sowie seine Enkel Tom, Chloe und Jasmine.

Mit seinem Tod verliert die britische Schauspielszene einen verlässlichen Charakterdarsteller, dessen Auftritte oft nur kurz waren, aber lange nachwirkten.