Der britische Schauspieler Patrick Stewart ist tot. Er starb am Mittwoch in seinem Zuhause in Los Angeles und wurde 86 Jahre alt. Als Todesursache wurden Alzheimer und Lewy-Körper-Demenz genannt. In einer Mitteilung hieß es, er sei im Kreis von Familie und Freunden gewesen; auch seine Ehefrau Sunny Ozell war bei ihm. Stewart prägte über Jahrzehnte Film, Fernsehen und Theater. Weltweit wurde er vor allem als Captain Jean-Luc Picard in „Star Trek: The Next Generation“ und als Professor Charles Xavier in den „X-Men“-Filmen bekannt.

„Er wurde in die warme Umarmung von Familie und Freunden gehalten, umgeben von Live-Musik, Gebeten, Tränen, Lachen und der Art von tiefen Emotionen, die nur er nach einem Leben voller Hingabe an uns alle hervorrufen konnte“, schrieb seine Sprecherin Bush Novak in einem Statement. „Wir werden für immer die friedliche Gelassenheit und Besinnlichkeit in seinem Gesicht schätzen, eine beständige Erinnerung an seine unbesiegbare Anmut.“

Patrick Stewart ist tot: Er spielte Picard über Jahrzehnte

Seinen internationalen Durchbruch schaffte Stewart Ende der 1980er Jahre mit „Star Trek: The Next Generation“. Die Serie startete 1987, lief sieben Staffeln und machte ihn als Captain Jean-Luc Picard zum Gesicht einer neuen „Star Trek“-Generation. Später folgten vier Kinofilme, darunter „Star Trek: Generations“ und „Star Trek: First Contact“. Nach langer Pause kehrte er 2020 noch einmal in die Rolle zurück: „Star Trek: Picard“ lief bis 2023 und brachte die Figur erneut ins Zentrum. Für viele Fans blieb Picard seine prägendste Fernsehrolle.

X-Men machte ihn auch im Kino zur Ikone

Neben „Star Trek“ wurde Stewart ab 2000 auch durch das Superheldenkino einem noch größeren Publikum vertraut. In „X-Men“ spielte er Professor Charles Xavier und stand dabei mit Ian McKellen vor der Kamera, der Magneto verkörperte. Es folgten weitere Auftritte in mehreren Teilen der Reihe, darunter „X2“, „X-Men: The Last Stand“, „X-Men: Days of Future Past“ und „Logan“. Stewart sprach später auch darüber, wie sehr ihn Picard und Xavier geprägt hätten: „Ich habe beide wegen ihrer Moral, ihrer Freundlichkeit, ihrer Sensibilität und ihres Mitgefühls sehr bewundert“, so Stewart laut Hollywood Reporter.

Von Yorkshire auf die großen Bühnen

Geboren wurde Stewart am 13. Juli 1940 in Mirfield in Yorkshire. Seine Jugend war von Gewalt im Elternhaus geprägt; später setzte er sich deshalb für Betroffene häuslicher Gewalt und für Veteranen ein. Zunächst arbeitete er bei einer Lokalzeitung, entschied sich dann aber für die Schauspielerei. Mit 18 erhielt er ein Stipendium für die Bristol Old Vic Theatre School, später wurde er Mitglied der Royal Shakespeare Company. Auch auf der Bühne blieb er hoch angesehen, gewann mehrere Olivier Awards und erhielt Nominierungen für Tony, Emmy und Golden Globe.

Familie, Ehrungen und spätere Jahre

2001 wurde Stewart zum Officer of the Order of the British Empire ernannt, 2010 schlug ihn Queen Elizabeth II. zum Ritter. Neben seiner Arbeit auf Bühne und Leinwand veröffentlichte er 2023 seine Memoiren „Making It So“. Verheiratet war er dreimal: mit Sheila Falconer, mit Wendy Neuss und seit 2013 mit der Jazzmusikerin Sunny Ozell. Aus seiner ersten Ehe gingen zwei Kinder hervor, Daniel und Sophia. In der Mitteilung zum Tod hieß es: „Wir werden die friedliche Ruhe und den Ausdruck in seinem Gesicht für immer in Erinnerung behalten“, so die Erklärung laut Deadline.

Quellen: Hollywood Reporter, Deadline, New York Times, 10TV, Rolling Stone, KI-unterstützt