Schauspieler Hans Sigl hat mit „Betreff: Leben.“ seit Kurzem ein neues Podcast-Format. In der „NDR Talk Show“ erklärte der 57-Jährige, wie die Idee dazu entstand: „Seit einiger Zeit gehen mir zwei Sätze im Kopf herum. Die einen sagen: 'In Zeiten wie diesen', und das andere ist: 'Menschen wollen gehört und gesehen werden.' Da dachte ich: Wenn man das jetzt verbindet, dass man in Zeiten wie diesen den Menschen das Gefühl gibt, dass sie gehört und gesehen werden, dann könnte man daraus einen Podcast machen.“ Auch Paul Panzer war dort schon zu Gast.
YouTube-Kommentare beschäftigen den Schauspieler
Zu dem Format gehört für Hans Sigl auch der direkte Blick auf Reaktionen im Netz. Kommentare auf YouTube verfolgt der 57-Jährige nach eigenen Worten sehr genau. Dort erlebt er nicht nur Zustimmung, sondern auch scharfe und teils verletzende Beiträge.
In der Talkshow sagte er, auf YouTube gebe es „die lustigsten hassenden Menschen überhaupt“. Mit seinem neuen Projekt öffnete er einen Raum, in dem persönliche Themen öffentlich verhandelt werden und Reaktionen entsprechend heftig ausfallen können.
Paul Panzers Familiengeschichte löste harte Reaktionen aus
Besonders deutlich wurde das nach dem Auftritt von Comedian Paul Panzer. In Sigls Podcast hatte er öffentlich gemacht, dass seine Frau gestorben ist und sie für ihn die Liebe seines Lebens war. Danach gab es viel Mitgefühl und Beileidsbekundungen, aber auch problematische Reaktionen.
„Das hat den Paul sehr bewegt, weil im Nachhinein viele böse Menschen Schlagzeilen darüber gemacht haben auf YouTube. Das hat ihn und seinen Sohn sehr verletzt“, so Hans Sigl. Laut ihm hätten „Menschen, die auf YouTube gewisse Formate generieren, Dinge gemacht, die nicht schön waren.“ Auf genauere Details ging der „Bergdoktor“-Star nicht ein.
Paul Panzer sprach über Tod seiner Frau
Im Podcast mit Hans Sigl sprach Paul Paul Panzer ganz offen über den schweren Verlust seiner Frau und wie dieser sein und das Leben seines Kindes prägt: „Die Zeit läuft halt weiter. Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter. Man ist irgendwie da und muss sich dann dazwischen bewegen und [...] für das Da-Sein, was einem darüber hinaus auch noch was bedeutet: die Familie, in dem Fall mein Sohn“, so der Komiker.
Besonders berührend war eine Schilderung über seinen Sohn: „Der Junge ist 21, der ist ein Stück größer als ich, unrasiert, sieht auch wie so ein Orang-Utan aus, aber ist dann trotzdem der kleine Junge und kommt dann zwischendurch und nimmt einen in den Arm und sagt: 'Ich vermisse Mama'.“ Woran seine Frau starb, ist nicht bekannt.