Manche Fernsehmomente bleiben auch lange nach der Ausstrahlung präsent. Genau so geht es Komiker Guido Cantz (54) mit einer Szene aus dem Jahr 2014 bei „Immer wieder sonntags“. In seinem aktuellen Bühnenprogramm „Komische Zeiten“ blickt der Kölner auf den Tag zurück, an dem Moderator Stefan Mross (50) bei einer Currywurst-Aktion an seine Grenzen kam.

Guido Cantz erinnert sich an Hitze bei „Immer wieder sonntags“

Was zunächst wie ein lockerer Programmpunkt wirkte, entwickelte sich hinter den Kulissen zu einer ernsten Lage. Für Cantz begann damit ein Einsatz, den er zunächst komplett falsch deutete. Wie Focus berichtet, schildert Cantz die Situation mit viel Humor, aber auch mit deutlichen Details.

Es seien rund 30 Grad gewesen, zudem habe Mross nach einer kurzen Nacht eine Livesendung moderiert. Dann folgte die Currywurst-Challenge mit zehn unterschiedlich scharfen Würsten. Die Redaktion habe laut Cantz klare Grenzen gesetzt.

„Du darfst alles machen, aber auf gar keinen Fall in einer Livesendung darfst du schärfer als Currywurst Nummer fünf machen“, so Guido Cantz laut Focus. Doch Mross probierte erst Nummer eins und griff danach direkt zur schärfsten Variante.

Stefan Mross ignorierte die Warnung der Redaktion

Für den Trompeter hatte diese Entscheidung heftige Folgen. Cantz beschreibt, dass es Mross regelrecht aus den Socken gehauen habe. Hinter der Bühne wurde die Lage schnell ernst, während der Komiker zunächst noch glaubte, alles sei Teil eines geplanten Scherzes.

Damals war Cantz selbst als Moderator von „Verstehen Sie Spaß?“ im Einsatz und rechnete offenbar damit, nun selbst hereingelegt zu werden. Als seine Unterhaltungschefin ihn bat, sich bereitzuhalten, nahm er die Warnung deshalb nicht sofort als echte Notsituation wahr.

Stefan Mross musste ins Krankenhaus

Erst nach und nach wurde klar, dass es sich nicht um eine TV-Nummer handelte. Selbst als Mross hinter der Bühne mit einem kalten Handtuch lag, blieb Cantz misstrauisch. „So doof ist ja keiner“, habe er nach eigener Schilderung gedacht.

Schließlich bekam er Moderationskarten in die Hand gedrückt und sollte kurzfristig übernehmen. Zu diesem Zeitpunkt war Mross bereits auf dem Weg ins Krankenhaus. Laut Express sprach Cantz rückblickend von „Kreislaufkollaps, großes Theater“ und machte deutlich, wie chaotisch die Minuten hinter den Kulissen damals abliefen.

Peter Kraus und Cantz lagen beide daneben

Besonders kurios wurde die Situation durch ein weiteres Missverständnis. Sänger Peter Kraus (87), der kurz zuvor noch von Mross anmoderiert worden war, hielt Cantz offenbar ebenfalls für Teil eines Streichs. Gleichzeitig glaubte Cantz, Kraus gehöre zu seiner vermeintlichen Falle.

Am Ende moderierte Cantz die Sendung zu Ende und konnte der Live-Situation standhalten. Rückblickend nahm er dem Ganzen sogar etwas Leichtes ab: Die Einschaltquote sei danach riesig gewesen, sagte er, und das ausgerechnet wegen einer Wurst.