Nur wenige Tage nach ihrem Auftritt beim Eurovision Song Contest stand Sängerin Sarah Engels (33) wieder als Satine im Musical „Moulin Rouge!“ in Köln auf der Bühne. Für die 33-Jährige war der Wechsel vom internationalen TV-Spektakel zurück in den Musical-Alltag offenbar enorm fordernd. Nach der Show sprach sie offen darüber, wie dicht die vergangenen Tage getaktet waren.
Sarah Engels kehrt direkt zu „Moulin Rouge!“ zurück
Nach ihrer Rückkehr kümmerte sie sich zunächst um ihre Kinder, bereitete zu Hause alles für die neue Woche vor und musste dann fast ohne Pause wieder in die nächste Produktion einsteigen. Der Neustart in Köln kam für Sarah Engels schneller als gedacht.
Im Gespräch mit der „Bild“ beschreibt sie, dass ihr nach dem ESC kaum Zeit blieb, das Erlebte überhaupt einzuordnen. „Ich hatte noch nicht wirklich Zeit, den ESC zu verarbeiten und sacken zu lassen“, so Sarah Engels laut „Bild“.
Dazu kam die Sorge, nach der intensiven ESC-Phase nicht sofort wieder sicher in ihre Musical-Rolle zu finden. Nach nur einer Probe stand sie bereits wieder auf der Bühne. Am Ende war die Erleichterung groß, denn die Songs und Abläufe waren noch präsent.
Sarah Engels spricht über Schlafmangel und wirre Träume
Neben der Freude über die Rückkehr machte die Sängerin auch deutlich, wie sehr die vergangenen Wochen an ihren Kräften gezehrt haben. Sie beschrieb sich selbst als energiereich, räumte aber ein, dass selbst sie irgendwann eine Pause brauche. Wenig Schlaf, ein voller Kopf und die direkte Rückkehr auf die Bühne hinterließen Spuren.
Besonders eindrücklich schilderte sie einen Traum, in dem sie bei einer Probe plötzlich nichts mehr wusste, der Regisseur verärgert war und sich ihr ESC-Song mit der Musical-Welt vermischte. Sogar ein Sieg beim Wettbewerb tauchte darin auf.
Sarah Engels bereut ihre ESC-Teilnahme nicht
Trotz der schwachen Platzierung blickt Sarah Engels ohne Bitterkeit auf den Wettbewerb zurück. Für sie stand nicht das Ranking im Mittelpunkt, sondern die Möglichkeit, vor einem Millionenpublikum zu singen. Sie betonte, wie viel Einsatz und Gefühl sie in den Auftritt gelegt habe und dass sie ihre Teilnahme nicht infrage stelle.
Eine bessere Platzierung für Deutschland hätte sie sich laut „Bild“ trotzdem gewünscht: „Ich habe natürlich damit gerechnet und es war auch keine Überraschung für mich. Ich bin eher vom Schlimmsten ausgegangen. Aber ich hätte mich gefreut, wenn es besser ausgefallen wäre.“
Sarah Engels sieht zweite ESC-Teilnahme kritisch
Auch zur Zukunft des Wettbewerbs fand Sarah Engels klare Worte. Sie könne sich vorstellen, dass eine Pause Deutschland guttun würde, ohne sich dabei als Expertin aufspielen zu wollen. Aus ihrer Sicht werde das Land international eher kritisch wahrgenommen, zudem brauche es mehr Selbstbewusstsein.
Für sich persönlich schließt sie eine weitere Teilnahme aus: „Ich glaube, ein zweites Mal würde mich das dann eher enttäuschen. Und es war beim ersten Mal so besonders, dass ich das genau so in Erinnerung behalten möchte.“ Beim ESC zähle maximale Leistung in wenigen Minuten, auf der Theaterbühne dagegen Ausdauer über Stunden.