Fans spekulieren seit Monaten, dass die beiden längst heimlich Mann und Frau sind. Denn immer wieder bezeichnet Ant seine Renée auf Social Media zärtlich als „missus" – umgangssprachlich Englisch für „die Gattin".

Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Das Paar, das sich 2021 auf einer Autoshow kennenlernte, hält sein Glück seit Jahren bewusst aus dem Rampenlicht. „Renée und Ant halten ihre Pläne unglaublich privat", verriet ein Vertrauter bereits 2023 der britischen „Sun". Und Ant selbst sagte Medien: „Niemand kennt dich besser als deine Kinder." Sein fünfjähriger Sohn Hudson und seine beiden Teenager Amelie und Archie haben Renée längst ins Herz geschlossen.

Renée Zellweger: Vom Bridget-Jones-Star zur Oscar-Gewinnerin

Ihre Geschichte klingt wie ein Hollywood-Drehbuch. Geboren wurde Renée Kathleen Zellweger am 25. April 1969 in Baytown, Texas. Ihr Vater Emil Erich Zellweger stammt aus Au im Schweizer Kanton St. Gallen und wanderte mit acht Jahren in die USA aus. Ihre Mutter Kjellfrid Irene Andreassen kommt aus einem Dorf nahe Kirkenes in Norwegen und gehört der indigenen Volksgruppe der Samen an. Aufgewachsen ist Renée im Houstoner Vorort Katy – als Cheerleaderin, Turnerin und Nachwuchs-Schauspielerin.

Den Durchbruch feierte sie 1996 an der Seite von Tom Cruise in „Jerry Maguire". Der ganz große Ruhm kam 2001 mit „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück". Die Texanerin lernte für die Rolle den britischen Akzent und nahm zehn Kilo zu – und wurde über Nacht zum Weltstar. Oscar-Nominierungen regneten auf sie herab. 2004 holte sie dann ihren ersten Academy Award für „Unterwegs nach Cold Mountain", 2020 den zweiten für ihre brillante Verkörperung der Hollywood-Ikone Judy Garland in „Judy".

Renée Zellweger und „Judy": Ein Jahr für eine Stimme

Wer verstehen will, warum Renée Zellweger zu den besten Schauspielerinnen ihrer Generation gehört, der muss sich ihre Vorbereitung auf „Judy" anschauen. Ein ganzes Jahr lang nahm die Texanerin Gesangsunterricht bei Starcoach Eric Vetro, bevor sie überhaupt vor die Kamera trat. Vier weitere Monate probte sie mit Musical-Direktor Matt Dunkley, um die legendären Gesangsnummern von Judy Garland – inklusive „Over the Rainbow" – selbst einsingen zu können.

Das Ergebnis war atemberaubend. Renée verwandelte sich mit brünetter Kurzhaar-Perücke, 60er-Jahre-Outfits und dem unverwechselbaren Vibrato-Gesang in die zerbrochene Hollywood-Ikone, die 1968 in London ihre letzten Konzerte gab. In ihrer Oscar-Rede 2020 widmete Renée die Trophäe Garland selbst, die zu Lebzeiten nie einen Academy Award bekommen hatte: „Unsere Helden vereinen uns. Wenn wir zu unseren Helden aufblicken, sind wir uns einig – und das ist wichtig."

Renée Zellweger: Die Jahre der Schatten

Doch zwischen all diesen Erfolgen lagen auch dunkle Jahre. 2010 zog sich Renée überraschend aus Hollywood zurück. Sechs Jahre lang stand sie nicht mehr vor der Kamera. Der Grund: Depressionen, Überforderung, das Gefühl, sich selbst nicht mehr zu kennen. „Ich brauchte eine Auszeit", sagte sie später. „Ich war genervt von meiner eigenen Stimme."

Statt Hollywood-Glamour arbeitete Renée als freiwillige Helferin bei Hilfsorganisationen in Asien und Afrika. Auch ihr Liebesleben verlief turbulent: Ihre einzige Ehe mit Country-Star Kenny Chesney hielt 2005 gerade einmal vier Monate. Es folgten Beziehungen mit Kollegen wie Jim Carrey oder Musiker Doyle Bramhall II – doch keine hielt. Erst mit Ant Anstead fand sie den inneren Frieden, den sie so lange gesucht hatte.

Renée Zellweger: Bridget Jones 4 und ein neues Glück

2016 kehrte Renée mit „Bridget Jones' Baby" auf die Leinwand zurück. Und 2025 folgte der vierte Teil: „Bridget Jones – Verrückt nach ihm". Ein bewegender Film, in dem Bridget den Verlust ihres Mannes verarbeiten muss und zurück ins Leben findet. Für viele Fans der emotionalste Bridget-Film überhaupt. Ant war bei der Londoner Premiere mit dabei – auf dem roten Teppich zwar diskret im Hintergrund, auf der Afterparty dann aber zärtlich Händchen haltend mit seiner „missus".

Zum 57. Geburtstag hat Renée also alles, was sie sich je gewünscht hat: zwei Oscars, eine wieder lebendige Karriere, eine Patchwork-Familie und einen Mann, der sie einfach nur liebt – so wie sie ist.