Schauspieler Ralf Richter ist tot. Die Nachricht teilt sein Sohn Maxwell Richter auf Instagram mit und veröffentlicht dazu ein gemeinsames Schwarz-Weiß-Foto sowie weitere Familienaufnahmen. „Für uns ist gerade eine Welt stehen geblieben“, so Maxwell Richter. Gemeinsam mit seiner Schwester Aline bittet er darum, die Privatsphäre der Familie zu respektieren. Für die Öffentlichkeit sei sein Vater Schauspieler und Kultfigur gewesen, für ihn und seine Schwester vor allem Vater. 

Ralf Richters Tod: Was war die Todesursache?

Im Fokus steht auch die Frage nach der Todesursache. Nach Angaben seines Sohnes gegenüber „Bild“ litt Ralf Richter seit längerer Zeit an schweren gesundheitlichen Problemen. Genannt werden eine chronische Lungenerkrankung COPD, eine Herzunterfunktion und eine Vene zum Herzen, die nicht mehr richtig gearbeitet habe. Wegen dieser Beschwerden war der Schauspieler schon Monate zuvor in einer Klinik behandelt worden. Ob diese Erkrankungen unmittelbar zu seinem Tod geführt haben, ist aber nicht bestätigt. Eine konkrete Todesursache hat die Familie bislang nicht genannt.

„Das Boot“ machte den Schauspieler bundesweit bekannt

Ralf Richter wurde am 17. August 1957 in Essen geboren und wuchs mit mehreren Geschwistern in Bochum auf, nach anderer Angabe als eines von acht Kindern im Ruhrgebiet. Nach einer Schreinerlehre entschied er sich für die Schauspielerei und besuchte die Westfälische Schauspielschule in Bochum, schloss die Ausbildung dort jedoch nicht ab. Der Durchbruch gelang ihm 1981 mit Wolfgang Petersens Kriegsdrama „Das Boot“. Dort spielte er den Frenssen. Danach folgten viele Kino- und Fernsehrollen, darunter Auftritte in „Abwärts“, „Die Katze“, „Superstau“, „Der Eisbär“, „Tatort“ und „Alarm für Cobra 11“.

Kalle Grabowski wurde zu seiner prägendsten Filmfigur

Eine seiner bekanntesten Rollen übernahm der Schauspieler 1999 in „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding“. Als Kalle Grabowski erreichte er Kultstatus. Auch in „Fußball ist unser Leben“, „Was nicht passt, wird passend gemacht“, „Vorstadtkrokodile“, „Nicht mein Tag“ und „Radio Heimat“ war er zu sehen. Sein markantes Auftreten und seine unverwechselbare Stimme prägten viele seiner Figuren. Neben der Arbeit vor der Kamera war er auch als Musiker und zeitweise als Restaurantbetreiber tätig. Maxwell Richter ist ebenfalls Schauspieler und stand gemeinsam mit seinem Vater vor der Kamera.