Schauspielerin Catherine O’Hara ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Die kanadisch-amerikanische Darstellerin prägte mit Rollen in „Kevin – Allein zu Haus“, „Beetlejuice“ und „Schitt’s Creek“ mehrere Generationen von Film- und Serienfans.

Das bestätigte ihr Management den Tod, nähere Umstände wurden zunächst nicht öffentlich gemacht. Wie Bild berichtet, soll O’Hara nach einem Notruf in Los Angeles in ein Krankenhaus gebracht worden sein, wo sie wenig später starb. Für viele bleibt sie für immer die Mutterfigur, die verzweifelt versucht, zu ihrem Sohn Kevin zurückzukehren – ein Bild, das nun eine bittere neue Bedeutung bekommt.

Catherine O’Hara als Kult-Mutter in „Kevin – Allein zu Haus“

Mit der Rolle der Kate McCallister in „Kevin – Allein zu Haus“ wurde Schauspielerin Catherine O’Hara zur ikonischen Film-Mutter. An der Seite des damals zehnjährigen Macaulay Culkin spielte sie die gestresste Frau, die ihren Sohn versehentlich zu Hause zurücklässt und alles daransetzt, wieder zu ihm zu gelangen. Den Part übernahm sie auch in „Kevin – Allein in New York“.

Noch 2024 schwärmte sie im Gespräch mit People Magazine: „Das ist ein perfekter Film, oder?“ Die Weihnachtskomödie wurde zum Klassiker, der jedes Jahr erneut im Fernsehen läuft – und O’Hara zur festen Größe im Familienkino machte.

„Beetlejuice“ und Rückkehr in Tim Burtons Geisterwelt

Schon vor „Kevin – Allein zu Haus“ hatte Catherine O’Hara sich mit exzentrischen Figuren einen Namen erspielt. 1988 stand sie für Tim Burtons „Beetlejuice“ vor der Kamera und verkörperte Delia Deetz, die künstlerisch-überdrehte Stiefmutter von Lydia, gespielt von Winona Ryder.

2024 kehrte sie für die Fortsetzung „Beetlejuice Beetlejuice“ zu dieser Rolle zurück und knüpfte damit an einen ihrer frühen Kultauftritte an. Ihr schwarzer Humor, das präzise Timing und die Mischung aus Skurrilität und Wärme machten ihre Figuren unverwechselbar – ein Stil, der sie in Hollywood zu einer gefragten Charakterdarstellerin werden ließ.

Emmy-Erfolg mit „Schitt’s Creek“ und späte Auszeichnungen

Einen späten Karrierehöhepunkt feierte Catherine O’Hara mit der kanadischen Serie „Schitt’s Creek“. Ab 2015 spielte sie dort die extravagante Ex-Soap-Darstellerin Moira Rose – eine Figur, die sie zu einem internationalen Serienstar der Gegenwart machte. 2020 wurde sie für diese Rolle mit dem Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie geehrt.

„Ich werde Eugene und Daniel Levy für immer dankbar sein, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, eine Frau in einem gewissen Alter – meinem Alter – zu spielen, die ganz sie selbst sein darf“, sagte sie in ihrer Dankesrede, wie web.de berichtet. Dazu kamen ein Golden Globe und ein SAG Award, die ihren Status als Comedy-Ikone endgültig festigten.

Letzte Rollen in „The Last of Us“ und „The Studio“

Auch in ihren letzten Lebensjahren blieb Catherine O’Hara künstlerisch aktiv. Ihren letzten TV-Auftritt hatte sie in einer dreiteiligen Gastrolle in der düsteren Endzeitserie „The Last of Us“.

Parallel dazu spielte sie in der Apple-Serie „The Studio“ eine verbitterte Ex-Studio-Chefin, für die sie sogar eine Emmy-Nominierung erhielt. Bei der Verleihung im September 2025 zeigte sie sich noch einmal auf dem roten Teppich – ein Auftritt, der nun als ihr Abschied von der großen TV-Bühne gilt.

Mit ihrem Tod verliert die Film- und Serienwelt eine Künstlerin, deren Figuren zwischen schriller Komik und echter Verletzlichkeit lagen – und die in vielen Wohnzimmern weiterleben wird.