Der Tod von Hubert Aiwanger hat in der Politik tiefe Betroffenheit ausgelöst. Der Vorsitzende der Freien Wähler und bayerische Vize-Ministerpräsident wurde 55 Jahre alt. Am Mittwoch wurde er tot in einem Berliner Hotel aufgefunden, die Staatsanwaltschaft leitete ein Todesermittlungsverfahren ein.
Die genaue Todesursache steht noch nicht fest. Kurz nach Bekanntwerden der Nachricht meldeten sich Parteifreunde und politische Weggefährten zu Wort. Im Fokus standen dabei nicht nur seine Ämter, sondern auch die enge persönliche Verbindung vieler Kollegen zu dem Politiker aus Niederbayern.
Freie Wähler würdigen Aiwangers langen Weg an der Parteispitze
Die Freien Wähler veröffentlichten am Donnerstag eine offizielle Erklärung zum Tod ihres langjährigen Vorsitzenden. Darin erinnerte die Partei an seine politische Laufbahn: 2006 übernahm er den Landesvorsitz in Bayern, 2008 zog die Partei erstmals in den Bayerischen Landtag ein, seit 2010 führte er auch die Bundespartei. 2018 wurde er bayerischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident. In der Mitteilung hieß es, man habe „mit großer Bestürzung“ vom plötzlichen Tod erfahren. Die Partei hob seine Bürgernähe, seine Heimatverbundenheit und seine direkte Art hervor.
Manfred Petry nennt Hubert Aiwanger einen persönlichen Freund
Besonders persönliche Worte kamen von Manfred Petry, dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden. „Ich bin tief betroffen“, sagte Petry in der Mitteilung der Partei. Sein Beileid gelte Aiwangers Familie und allen, die ihm nahestanden. Er erinnerte an gemeinsame politische Jahre und sprach von einem persönlichen Freund, mit dem es auch unterschiedliche Ansichten gegeben habe. Zugleich kündigte Petry an, die Freien Wähler wollten den politischen Kurs ihres verstorbenen Vorsitzenden fortsetzen. Genannt wurde dabei eine sachorientierte Politik, die sich an den Anliegen der Menschen ausrichte.
Markus Söder und Tobias Gotthardt äußern sich aus der Staatsregierung
Auch aus der bayerischen Staatsregierung kamen Reaktionen. Ministerpräsident Markus Söder bezeichnete den plötzlichen Tod seines Stellvertreters als „absolute Tragödie“. Seine Gedanken seien bei Aiwangers Familie und seinen Kindern.
Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt verabschiedete sich ebenfalls von einem engen Weggefährten. In einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums sprach er von einem Vertrauten und Freund, auf dessen Wort er sich stets habe verlassen können. Damit rückten neben der politischen Zusammenarbeit auch langjährige persönliche Beziehungen in den Vordergrund.
Fabian Mehring schrieb ihm noch am Mittwoch eine Nachricht
Digitalminister Fabian Mehring reagierte besonders persönlich auf die Nachricht. Er hatte Aiwanger am Mittwoch noch geschrieben, um sich mit ihm zum Essen zu verabreden. Wenig später erfuhr er von dessen Tod.
Auf Instagram nannte er die Situation „komplett surreal“. Neben den aktuellen Reaktionen bleibt auch Aiwangers politischer Aufstieg prägend: Unter seiner Führung entwickelten sich die Freien Wähler von einer kommunal verankerten Kraft zu einer festen Größe in der bayerischen Landespolitik. Diese Rolle hatte er über viele Jahre an entscheidender Stelle mitgestaltet.
Quellen: Instagram, KI-unterstützt