Schauspielerin Christina Applegate hat nach der Korrektur ihrer MS-Diagnose offen über ihre schwierige Lage gesprochen. In der aktuellen Folge ihres Podcasts „MeSsy“ sagte sie, dass sie damit ringe, sich nicht wie eine „Betrügerin“ zu fühlen.
Auslöser war ein Gespräch mit Gast Jack Osbourne, der selbst mit Multipler Sklerose lebt und schilderte, dass seine Symptome im Vergleich zu anderen Betroffenen weniger schwer ausfielen und er sich deshalb manchmal wie ein Betrüger vorkomme. Applegate reagierte darauf mit einem bitteren Satz: „Von wegen Betrüger. Ich habe es nicht einmal mehr.“
Christina Applegate spricht über verlorene Identität
Im Gespräch sagte die 54-Jährige, es falle ihr schwer, diese Identität hinter sich zu lassen. Sie habe fast sechs Jahre als Mensch mit MS gelebt und müsse dieses Selbstbild nun erst abschütteln. Jack Osbourne versicherte ihr im Podcast, sie gehöre trotzdem weiter dazu.
Co-Moderatorin Jamie-Lynn Sigler nannte sie ein „Ehrenmitglied“ der Gemeinschaft. Applegate machte zugleich klar, dass sie sich von diesem Kreis der Betroffenen nicht lösen will. Sie habe dort enge Freundschaften geschlossen und wolle auf die eine oder andere Weise weiter Teil davon bleiben.
Neue Untersuchungen nach der Korrektur der Diagnose
Die Emmy-Preisträgerin berichtete außerdem, dass die Suche nach der Ursache ihrer Beschwerden wieder ganz am Anfang stehe. Ärzte testen nun schrittweise Krankheiten, die ähnliche Symptome wie Multiple Sklerose auslösen können. Dazu zählen rheumatoide Arthritis, Lupus und Lyme-Borreliose.
Applegate offenbarte, sie sei frustriert, weil sie wieder bei null anfangen müsse und die Untersuchungen nun nacheinander liefen. Nach ihrer öffentlichen Mitteilung der Fehldiagnose im Oktober hatte sie bereits erklärt, dass sich an ihrem körperlichen Zustand nichts zum Besseren verändert habe.
Symptome belasten den Alltag weiter massiv
Auch ohne MS-Diagnose leidet die Schauspielerin weiter unter starken Einschränkungen. Für Arztbesuche nutze sie weiterhin einen Rollstuhl, weil sie den Weg vom Auto bis ins Behandlungszimmer nicht zu Fuß schaffe.
Auch über ihren Morgenablauf, der inzwischen deutlich erschwert ist, sprach Applegate. Nach ihren Angaben brauchte sie an einem Tag zehn Minuten, um sich überhaupt vom Kissen hochzubewegen, aus dem Bett zu kommen und aufzustehen. Danach habe sie fast nicht bis zum Bad gehen können, weshalb nun ein Rollator neben ihrem Bett stehe.
Ende Oktober hatte sie zudem erzählt, dass sie zu viel Gewicht verliere. Die gesundheitliche Ursache ist weiter ungeklärt, während die Untersuchungen auf andere Erkrankungen noch laufen.