Am zehnten Tag im Dschungelcamp musste Schauspielerin Mirja Du Mont die RTL-Show verlassen – für viele Fans ein unerwarteter Moment. Die 50-Jährige war als dritte Kandidatin raus, nachdem sich das Zuschauervoting zwischen ihr und Stephen Dürr entschied. Trotz Panik- und Angststörungen hatte sie sich bewusst auf das Abenteuer eingelassen und blickt nun erstaunlich gelassen auf ihre Zeit im australischen Busch zurück. In der RTL-Pressekonferenz schildert sie, warum sie sich selbst nicht im Finale sah – und weshalb ausgerechnet Camp-Rebellin Ariel für sie ganz vorne landen sollte.
Mirja Du Mont: Erleichtert nach dem Exit
Nach dem Rauswurf beschreibt Mirja Du Mont ihren Zustand als „fantastisch“ und betont, sie sei vor allem „erleichtert, dass es vorbei ist“. Rund viereinhalb Kilo habe sie im Camp verloren: „Und ich wiege ja ohnehin nicht viel“, merkt die 50-Jährige an. Sie habe deutlich gespürt, wie ihre Kräfte schwanden: „Das Finale, glaube ich, hätte ich auch gar nicht gepackt.“ Ihr persönliches Ziel sei bescheiden gewesen: nicht als erste Kandidatin auszuscheiden. „Das habe ich geschafft und ich bin glücklich, dass ich heil und unversehrt wieder im Hotel sitze“, erklärt sie. Sie freue sich vor allem auf gutes Essen, eine Cola und den Kontakt zu ihren Kindern und Eltern.
Regen, nasses Bett und der harte Camp-Alltag
Körperlich am meisten zu schaffen machte Mirja Du Mont nicht der Hunger, sondern das Wetter. „Ich hatte das Bett, das komplett im Regen stand“, schildert sie. Fünf Tage lang habe sie auf einer durchnässten Matratze gelegen, mit nassem T-Shirt und klammem Kissen. Trotzdem beschreibt sie die Stimmung im Camp als überraschend friedlich: „Ich finde, es ist insgesamt sehr harmonisch zugegangen.“ Viele hätten auf einen großen Knall zwischen Samira Klampfl und Eva Benetatou gewartet, doch Samira habe sich „mega zurückgehalten, hat gar nicht geschrien, nie die Stimme erhoben“. Gerade diese ruhige Stärke der Reality-Darstellerin beeindruckte sie nachhaltig.
„Zu wenig fürs Reality-TV“: Mirja über ihre TV-Rolle
Warum sie im Vergleich zu anderen Kandidatinnen und Kandidaten weniger Sendezeit bekam, führt Mirja Du Mont auf den Schnitt zurück. „Ich war die ganze Zeit präsent, habe da Witze gerissen. Du kannst es einfach nicht beeinflussen, was gezeigt wird“, so die Schauspielerin. Sie beschreibt sich selbst als sehr ausgeglichen: „Ich bin ein harmonischer Mensch. Ich höre mir beide Seiten an und bin jetzt nicht der Krawalltyp, der sich öffentlich fetzen muss.“ Vielleicht sei das „einfach zu wenig fürs Reality-TV“, überlegt sie im Gespräch. Dass andere Camper durch „Vielleicht“-Ansagen von Sonja Zietlow und Jan Köppen stärker zum Anrufen motivierten, sieht sie ebenfalls als möglichen Faktor für ihr Ausscheiden.
Starke Unterstützung: Mirja Du Mont stellt sich hinter Ariel
Besonders eindrücklich spricht Mirja Du Mont über Ariel, die jüngste Kandidatin im Camp. Im Finale wünscht sie sich Ariel, Simone und Samira – und würde einen Sieg der 22-Jährigen sehr feiern. „Es ist ein 22 Jahre altes Mädchen, dessen Vater vor zwei Monaten gestorben ist. Da würde ich es richtig geil finden, dass die, von wirklich allen so unterschätzt, ganz oben auf dem Treppchen landet“, so die 50-Jährige.
Unter Ariels lauter, glitzernder Fassade stecke „jemand mit ganz viel Herz“, eine junge Mutter, die sich intensiv um ihre Tochter kümmere. Ihre eigene Nähe zu Ariel könne beim Zuschauervoting ein Nachteil gewesen sein, vermutet Mirja, doch sie bleibt klar: „Ich bin keine Person, die sich anschleimt und sich auch nicht anpasst. Ich sage das, was ich denke.“