Donna Reed gehörte zu den Gesichtern, die das klassische Hollywood und das frühe amerikanische Fernsehen entscheidend mitprägten. Die Schauspielerin starb im Januar 1986 in ihrem Haus in Beverly Hills im Alter von 64 Jahren an den Folgen von Bauchspeicheldrüsenkrebs, wie „L.A. Times“ berichtete. Ihr Ehemann, der pensionierte Army-Colonel Grover Asmus, war demnach an ihrer Seite.
Donna Reed starb 1986 nach Krebsdiagnose
Die Nachricht von ihrem Tod traf viele Fans einer Darstellerin, die über Jahrzehnte in ganz unterschiedlichen Rollen überzeugte. Zuvor war Reed wegen blutender Magengeschwüre behandelt worden. Am 10. Dezember wurde sie ins Cedars-Sinai Medical Center eingeliefert, dort entdeckten Ärzte den Krebs in der Bauchspeicheldrüse.
Am 24. Dezember wurde sie in einem stabilen Zustand entlassen, damit sie Weihnachten zu Hause verbringen konnte. Wenige Wochen später starb sie am 14. Januar in Beverly Hills. Die Beisetzung fand auf dem Westwood Cemetery statt.
Donna Reed übernahm Miss Ellie in „Dallas“
Ihre letzte große Fernsehrolle war Miss Ellie in der Erfolgsserie „Dallas“ während der Staffel 1984/85. Donna Reed übernahm die Figur, nachdem Barbara Bel Geddes sich wegen einer Herzoperation zurückgezogen hatte. Für Reed war es ein spätes, prominentes Comeback im Seriengeschäft. Doch die Besetzung blieb nicht dauerhaft: Als Bel Geddes für die laufende Staffel zurückkehrte, musste Reed die Serie verlassen.
Oscar für „Verdammt in alle Ewigkeit“
Schon lange vor „Dallas“ hatte Donna Reed Filmgeschichte geschrieben. 1953 gewann sie den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in „Verdammt in alle Ewigkeit“. Zu ihren weiteren bekannten Filmen zählen „Ist das Leben nicht schön?“, „Das Bildnis des Dorian Gray“, „Green Dolphin Street“, „Damals in Paris“ und „Die Benny Goodman Story“.
Im Fernsehen wurde sie ab 1958 für acht Jahre mit „The Donna Reed Show“ zum Star. Danach war sie deutlich seltener auf dem Bildschirm zu sehen und wählte ihre Projekte sehr bewusst aus.
Donna Reed kritisierte Frauenrollen in Hollywood
Mit ihrer Haltung zu Rollenbildern zeigte Donna Reed auch abseits der Kamera klare Kante. „Ich wollte den Müll, der mir angeboten wurde, einfach nicht machen“, sagte sie laut „L.A. Times“. Weiter erklärte sie: „Mir gefiel nicht, wie Filme Frauen behandelten. Die meisten Rollen waren extrem passiv, Frauen in Gefahr, arme dumme Seelen, die sich nicht selbst helfen konnten.“
Geboren wurde sie 1921 als Donna Belle Mullenger in Denison, Iowa. Eigentlich wollte sie Sekretärin werden und studierte Stenografie in Los Angeles, bevor Talentsucher auf sie aufmerksam wurden. Später engagierte sie sich zudem in der Friedensbewegung gegen den Vietnamkrieg.