Schauspielerin Mirja du Mont geht 2026 ins Dschungelcamp und zeigt sich so privat wie selten. Die Hamburgerin beschreibt sich selbst gegenüber RTL als „eher rockig“ – Tattoos, Septum-Piercing, wenig Glamour –, und will mit ihrem Auftritt mit alten Klischees aufräumen. Gleichzeitig bringt sie eine lange Krankengeschichte mit, über die sie erstaunlich offen spricht. Seit mehreren Jahren kämpft sie mit massiven gesundheitlichen Folgen eines Hörsturzes und einer Angststörung, die ihr Leben grundlegend verändert haben. Nun will sie die große TV-Bühne nutzen, um anderen Betroffenen Mut zu machen und zu zeigen, wie viel Stärke in Verletzlichkeit liegen kann.
Mirja du Mont erleidet Hörsturz mit drastischen Folgen
2018 erlitt Mirja du Mont einen schweren Hörsturz – ein Einschnitt, der ihr Leben aus der Bahn warf. Sie arbeitete damals parallel in mehreren Jobs, kümmerte sich um ihre Familie und ignorierte Warnsignale wie Schlafstörungen, Schwindel und permanente Nervosität. Ihr Körper zog schließlich die Notbremse. Seitdem hört sie auf einem Ohr nur noch etwa 30 Prozent, zudem leidet sie bis heute unter einem Tinnitus. Der plötzliche Kontrollverlust über den eigenen Körper löste massive Ängste aus. Rückblickend beschreibt sie diese Zeit als Phase, in der sie ihre Grenzen komplett überschritten hatte – mit gesundheitlichen Konsequenzen, die bis heute spürbar sind.
Verlust der besten Freundin verstärkt ihre seelische Krise
Noch im selben Jahr traf sie ein weiterer Schicksalsschlag: Ihre enge Freundin, DJane Simone Anés, starb 2018 kurz vor Weihnachten. Auf Instagram teilte Mirja Monate daraufhin einen emotionalen Post, in dem sie schrieb: „Mein Engel, ich vermisse dich! Mein Herz ist ganz schwer!“ Der Tod der Freundin fiel mitten in ihre gesundheitliche Krise und verstärkte das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Trauer, körperliche Erschöpfung und die neuen Einschränkungen durch den Hörsturz bildeten eine gefährliche Mischung. In Interviews schilderte Mirja, wie sehr sie dieser Verlust noch lange begleitet hat und wie schwer es war, im Alltag wieder Halt zu finden.
Panikattacken, Klinikaufenthalt und der Kampf zurück ins Leben
Aus der Überlastung entwickelte sich eine Panik- und Angststörung, die ihren Alltag dominierte. Dinge wie Einkaufen oder U-Bahn-Fahren wurden plötzlich zu unüberwindbaren Hürden. „Mein klarer Verstand war ausgeschaltet. Da war nur noch Angst“, beschrieb sie ihren Zustand gegenüber Bild am Sonntag. Ein sechswöchiger Klinikaufenthalt und eine konsequente Therapie halfen ihr, die Symptome zu lindern.
Besonders ihre Kinder Tara und Fayn gaben ihr Kraft, weiterzumachen. Schritt für Schritt lernte sie, sich ihren Ängsten zu stellen, statt ihnen auszuweichen. Heute spricht sie offen darüber, um das Tabu rund um psychische Erkrankungen zu brechen und anderen zu zeigen, dass Hilfe annehmen kein Zeichen von Schwäche ist.