Im „Sat.1 Frühstücksfernsehen“ wurde aus einem Interview ein sehr intimer Moment. Moderatorin Marlene Lufen sprach mit Schauspieler Harald Krassnitzer über dessen verstorbene Mutter, als sie selbst von ihren Gefühlen überwältigt wurde.
„Es tut mir leid“, sagte Marlene Lufen und trocknete mit einem Taschentuch ihre Tränen. Danach versuchte sie, sich zu sammeln: „Das wolle ich wirklich gar nicht.“ Der Ausschnitt aus der Sendung vom 7. Mai wurde später auch auf Instagram geteilt.
Harald Krassnitzer spricht über seine verstorbene Mutter
Auslöser für Lufens Reaktion war Krassnitzers Erzählung über die letzten Jahre mit seiner Mutter. Sie starb am 14. Februar mit 95 und litt an Demenz. Im Gespräch schilderte der Schauspieler, wie sehr ihn diese Zeit verändert habe. Besonders schmerzhaft sei gewesen, dass seine Mutter ihn zeitweise nicht mehr erkannt habe.
Er sagte, dass er viele Fehler gemacht habe, weil er sich mit der Krankheit nicht ausgekannt habe. Zugleich machte er deutlich, wie schwer der Umgang mit Demenz im Alltag für Angehörige sein kann.
Marlene Lufen unterbricht das Gespräch im Studio
Als Krassnitzer weiter erzählte, wurde die Situation für Marlene Lufen sichtbar zu viel. Die Moderatorin bat um eine kurze Unterbrechung und entschuldigte sich mehrfach. Dass sie so stark reagierte, hatte einen persönlichen Hintergrund. Auch ihre eigene Mutter ist an Demenz erkrankt.
Bereits im November 2024 hatte Lufen öffentlich gemacht, dass die Mutter in einem Pflegeheim betreut wird. Die Worte ihres Gastes trafen sie daher nicht nur als Interviewerin, sondern auch als Tochter, die mit einer ähnlichen familiären Belastung lebt.
Spaziergang mit der Mutter rührt Marlene Lufen zu Tränen
Besonders nahe ging Lufen eine Erinnerung, die Harald Krassnitzer aus dem Alltag mit seiner Mutter teilte. Er erzählte von einem Spaziergang, den er gemeinsam mit seiner Schwester unternommen hatte. Seine Mutter saß dabei im Rollstuhl und reagierte auf die Sonne auf eine Weise, die ihn tief berührte.
„Meine Schwester und ich haben sie in den Rollstuhl gesetzt und sind raus. Und wenn die Sonne geschien hat, war sie wie eine Sonnenblume: Sie dreht einfach ihren Kopf ins Licht und empfindet die Wärme und plötzlich brauchst du nichts mehr, weil nur noch eins regiert und das ist die Frage nach der Liebe“, so Harald Krassnitzer.