In der dritten Folge von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ stand Unheilig im Zentrum – und für Sänger Mark Forster wurde der Abend besonders persönlich. Der 43-Jährige entschied sich für „So wie du warst“, einen Titel, den der Graf einst seinem verstorbenen Schwiegervater widmete. Schon vor dem Auftritt war zu sehen, wie sehr ihn das Lied beschäftigte. In der Runde sprach Forster offen über einen Verlust aus seiner Jugend und musste sich mehrfach sammeln. Damit bekam seine Interpretation schon vor dem ersten Ton eine sehr intime Bedeutung.

Mark Forster widmet den Song einem Freund

Forster erklärte, dass „So wie du warst“ schon lange sein Lieblingslied von Unheilig sei. Dann sprach er über einen Freund, der starb, als beide 18 Jahre alt waren. „Es gibt einen Freund von mir, der … der verunglückt ist, als wir 18 waren“, sagte Mark Forster. Für seine Version ergänzte er eine eigene Strophe, weil er nach eigener Aussage noch nie zuvor ein Lied direkt für diesen Menschen geschrieben hatte. Der Musiker machte damit deutlich, wie eng seine Darbietung mit Erinnerungen an die gemeinsame Jugend verbunden war.

Neue Zeilen machen den Auftritt so persönlich

Bei der Performance saß Forster am Piano und sang große Teile mit geschlossenen Augen. Besonders eindringlich wirkten die zusätzlichen Verse, in denen er die vergangene Zeit seit dem Tod seines Freundes aufgriff. Darin heißt es sinngemäß, dass viele Jahre vergangen seien, der gemeinsame Traum aber dennoch Wirklichkeit geworden sei. Auch die Zeile, dass er ihn bei all dem Erlebten vermisst habe, verlieh dem Auftritt zusätzliches Gewicht. Die Neuinterpretation blieb nah am Kern des Originals, bekam durch die neuen Worte aber eine ganz eigene Richtung.

Der Graf reagiert mit Tränen auf Forsters Version

Die Wirkung im Studio war sofort spürbar. Der Graf, heute 56, konnte seine Gefühle während des Auftritts kaum zurückhalten, auch bei den anderen Künstlerinnen und Künstlern auf dem Sofa waren Tränen zu sehen.

Nach dem Song umarmten sich beide Männer. Der Unheilig-Frontmann bezeichnete Forsters Version als Geschenk und wählte sie später sogar zum Song des Abends. Forster selbst ordnete den Moment nach dem Auftritt nüchtern und offen ein: Es habe ihn einfach überkommen, zugleich sei es aber auch befreiend gewesen.