Als sie am 1. Juni 1926 in Los Angeles zur Welt kam, hieß sie Norma Jeane. Ihren Vater lernte sie nie kennen, ihre Mutter wurde wegen psychischer Erkrankung immer wieder in Kliniken eingewiesen. Das Kind wuchs in Heimen und bei wechselnden Pflegefamilien auf, ohne Halt, ohne Geborgenheit. Niemand ahnte damals, dass aus diesem einsamen Mädchen die berühmteste Frau des 20. Jahrhunderts werden würde.
Marilyn Monroe und die Kindheit, die sie nie losließ
Die ersten Jahre prägten Norma Jeane für immer. Mit gerade einmal 16 Jahren heiratete sie ihren Nachbarn, vor allem, um nicht zurück ins Heim zu müssen. Während ihr erster Mann zur See fuhr, arbeitete sie am Fließband einer Rüstungsfabrik. Dort entdeckte sie ein Fotograf, der sie später „halb Kind, halb Frau" nannte. Es war der Beginn einer Verwandlung: aus Norma Jeane wurde Marilyn Monroe. Doch das verlassene Kind verschwand nie ganz. Die Angst, nicht geliebt zu werden, begleitete sie bis zum Schluss.
Marilyn Monroe: der Aufstieg zur größten Ikone der Welt
Hollywood machte sie zum Sexsymbol, doch Marilyn war weit mehr. In Filmen wie „Blondinen bevorzugt", „Das verflixte 7. Jahr" und „Manche mögen's heiß" bewies sie ein komödiantisches Timing, das ihr lange niemand zutraute. Was die wenigsten ahnen: Sie kämpfte verbissen gegen die mächtigen Studios, gründete ihre eigene Produktionsfirma und wollte als ernsthafte Schauspielerin anerkannt werden. Hinter dem Image der naiven Blondine steckte eine kluge, belesene Frau, die sich Zeit ihres Lebens unterschätzt fühlte.
Marilyn Monroes Sehnsucht nach Familie
Bei aller Bewunderung blieb die eine Sehnsucht unerfüllt: ein eigenes Zuhause, eine Familie. Ihre Ehe mit Baseball-Legende Joe DiMaggio hielt nur wenige Monate, doch er liebte sie über ihren Tod hinaus. Jahrelang ließ er rote Rosen an ihr Grab bringen. Auch die Ehe mit dem Schriftsteller Arthur Miller zerbrach. Der Wunsch nach eigenen Kindern erfüllte sich nie, mehrere Schwangerschaften endeten tragisch. Die Frau, die Millionen verehrten, fühlte sich in ihren letzten Jahren oft zutiefst allein.
Marilyn Monroes früher Tod und ihr unsterblicher Mythos
Am 5. August 1962 starb Marilyn Monroe in ihrem Haus in Los Angeles, mit nur 36 Jahren. Die genauen Umstände werden bis heute diskutiert. Was bleibt, ist nicht das tragische Ende, sondern eine Frau, die sich aus dem Nichts an die Weltspitze kämpfte. 100 Jahre nach ihrer Geburt wird sie weltweit gefeiert, von Bildbänden bis zu jungen Frauen, die ihren Stil auf Social Media neu entdecken.
Vielleicht liegt darin ihr eigentliches Geschenk an die Nachwelt: dass hinter jedem strahlenden Lächeln ein Mensch mit echten Sehnsüchten steckt, der gesehen werden möchte. Ruhe in Frieden, Marilyn.