Schauspielerin Marilyn Monroe (†36) gilt bis heute als Ikone der Filmgeschichte und Symbolfigur der Popkultur. Ihr früher Tod am 5. August 1962 in Los Angeles schockierte die Welt und beschäftigt Fans noch immer. Offiziell wurde eine Überdosis von Beruhigungsmitteln als Ursache festgestellt, doch rund um ihre letzten Stunden kursieren seit Jahrzehnten Spekulationen. Sicher ist: Hinter der strahlenden Fassade des Hollywood-Stars verbarg sich eine verletzliche Frau, die mit inneren Dämonen, enormem Druck und Einsamkeit zu kämpfen hatte.
Marilyn Monroe: Ikone zwischen Glanz und innerer Zerrissenheit
Geboren als Norma Jeane Mortenson, hatte Monroe einen schweren Start ins Leben. Sie wuchs größtenteils bei Pflegeeltern auf und musste zeitweise sogar in einem Waisenhaus leben, wie „Stern“ berichtet. Mit nur 16 Jahren heiratete sie ihre Jugendliebe James Dougherty, um der instabilen Situation zu entkommen. Ende der 1940er-Jahre entwickelte sie zusammen mit einem Visagisten den legendären „Monroe-Look“: platinblonde Haare, volle Lippen und der verführerische Augenaufschlag, der sie berühmt machen sollte.
In den 1950er-Jahren stieg Marilyn Monroe zur meistfotografierten Frau der Welt auf. Als Schauspielerin, Produzentin und Model verkörperte sie das Schönheitsideal ihrer Zeit und prägte das Bild der verführerischen Blondine wie kaum eine andere. Doch der Ruhm brachte auch Schattenseiten mit sich: Studiozwänge, gescheiterte Ehen, hohe Erwartungen und psychische Belastungen bestimmten ihren Alltag. Hinter den Kulissen wirkte sie zunehmend erschöpft und verletzlich. Sie suchte immer wieder professionelle Hilfe, um mit Schlafstörungen, Angstzuständen und depressiven Phasen zurechtzukommen.
Alle Details:
Die letzten Stunden vor Marilyn Monroes Tod
In der Nacht ihres Todes befand sich Marilyn Monroe in ihrem Haus in Brentwood. Die Schauspielerin soll sich zurückgezogen und viel Zeit im Schlafzimmer verbracht haben. Hausangestellte und ihre Haushälterin berichteten später von einem unruhigen Abend, an dem mehrfach Licht in ihrem Zimmer gesehen wurde, wie es in der Doku „The Mystery of Marilyn Monroe: The Unheard Tapes“ heißt. Als schließlich kein Kontakt mehr möglich war, wurde die Tür zu ihrem Zimmer geöffnet.
Monroe lag reglos im Bett, neben ihr Tablettenfläschchen. Für die herbeigerufenen Ärzte kam jede Hilfe zu spät. Die Nachricht verbreitete sich rasend schnell in Hollywood. Ihr Psychiater Ralph Greenson und Hausarzt Hyman Engelberg fanden sie gegen 3:50 Uhr tot – mit dem Telefonhörer in der Hand, neben ihr leere Tablettenfläschchen. Für die herbeigerufenen Ärzte kam jede Hilfe zu spät. Der geschätzte Todeszeitpunkt lag basierend auf der Leichenstarre zwischen 20:30 und 22:30 Uhr am Abend des 4. August 1962.
Offizielle Todesursache und offene Fragen
Die Behörden legten sich nach der Obduktion auf einen „wahrscheinlichen Suizid“ durch eine Überdosis Barbiturate fest. Dennoch blieben viele Fragen unbeantwortet. Unstimmigkeiten in Zeugenaussagen, widersprüchliche Zeitangaben und fehlende Dokumente befeuerten immer wieder neue Theorien. Einige Weggefährten beschrieben Monroe als emotional angeschlagen, andere betonten, sie habe noch Pläne für kommende Filmprojekte gehabt. Es gibt bis heute keine endgültige Klärung aller Details, was den Mythos um ihre letzten Stunden zusätzlich verstärkt.
Schockierende Beschreibung des physischen Zustands
Besonders erschütternd sind die Schilderungen der Bestatter Allan Abbott und Ron Hast in ihrem Buch „Pardon My Hearse“. „Sie sah aus wie eine sehr durchschnittliche, alternde Frau, die nicht besonders gut für sich gesorgt hat“, offenbaren die beiden, wie „Gala berichtet. „Sie war nicht wiederzuerkennen.“
Laut „Yahoo“ beschreiben die Bestatter ihren Zustand detailliert: „Sie starb mit dem Gesicht nach unten, also waren überall auf ihrem Gesicht violette Flecken und ihr Genick war geschwollen.“ Ihr Haar sei kraus und kurz gewesen, die platinblonde Lockenmähne nicht mehr existent. „Ihre Beine hatte sie seit mehreren Wochen nicht rasiert, und ihre Lippen waren aufgesprungen.“ Diese Zeichen extremer Verwahrlosung deuten auf einen massiven psychischen Zusammenbruch in ihren letzten Lebenswochen hin.
Marilyn Monroes Vermächtnis lebt bis heute weiter
Trotz – oder gerade wegen – der Tragik ihres Lebenswegs ist Marilyn Monroe bis heute eine der prägendsten Figuren der Popkultur. Ihre Filme, Fotos und ikonischen Auftritte inspirieren Generationen von Künstlerinnen, Designerinnen und Fans. Zugleich hat ihre Geschichte die Diskussion über psychische Gesundheit im Showbusiness neu geprägt. Viele sehen in ihr nicht nur den glamourösen Star, sondern eine Frau, die unter enormem Druck stand und daran zerbrach. Sie bleibt ein Symbol für verletzliche Stärke, deren Strahlkraft auch Jahrzehnte nach ihrem Tod ungebrochen ist.