Schlagersänger Nino de Angelo (62) hat am Samstag bei der „Starnacht aus der Wachau“ noch vor rund 7.000 Menschen gesungen. Gemeinsam mit Marina Marx (35) präsentierte er dort das Duett „Bella Italia e Amore“. Hinter den Kulissen sprach der 62-Jährige dann aber über seine Zukunft auf der Bühne. Nach Jahren mit großen Hits, regelmäßigen TV-Auftritten und Konzerten klingt sein Zeitplan plötzlich deutlich enger.

Nino de Angelo will Karriere früher als geplant beenden

Der Musiker, der mit „Jenseits von Eden“ einen seiner größten Erfolge feierte, denkt inzwischen konkret über seinen Abschied aus dem Musikgeschäft nach. Im Gespräch mit dem ARD-Magazin Brisant wurde de Angelo sehr deutlich. „Zwei Jahre oder drei, mehr nicht. Weil ich kann nicht mehr“, sagte Nino de Angelo laut t-online.

Damit rückte er von früheren Aussagen ab, nach denen er noch bis zu seinem 66. Lebensjahr arbeiten wollte. Auch seine aktuelle Zusammenarbeit mit Marina Marx änderte daran nichts. Bei dem Auftritt in der Wachau stand er zwar noch mit seiner Duettpartnerin auf der Bühne, sprach danach aber bereits so konkret über einen möglichen Rückzug wie lange nicht.

Gesundheit begleitet Nino de Angelos Karriere seit Jahren

Einen genauen Grund nannte der Sänger in dem kurzen TV-Gespräch nicht. Fest steht aber, dass ihn gesundheitliche Probleme seit langer Zeit begleiten. Mitte der 1990er-Jahre erkrankte er an Lymphknotenkrebs. Später wurde bei ihm eine Autoimmunerkrankung diagnostiziert. 2016 bekam er zwei Bypässe.

Zudem lebt er seit Jahren mit der chronischen Lungenerkrankung COPD. Vor diesem Hintergrund wirken seine jüngsten Aussagen über ein nahes Karriereende nicht wie eine spontane Bemerkung, sondern wie ein Plan, den er inzwischen offen ausspricht.

Abschiedstournee und neue Alben sind geplant

Ganz beendet ist seine Laufbahn aber noch nicht. Bis zu einem möglichen Rückzug will der 62-Jährige noch ein bis zwei neue Alben veröffentlichen. Außerdem ist eine Abschiedstournee geplant, mit der er seine Karriere auch live beenden möchte.

Wie Focus berichtet, hatte er schon vor Monaten angekündigt, nicht mehr unbegrenzt weitermachen zu wollen. Nun formulierte er den Zeitraum deutlich enger. Damit stehen in den kommenden Jahren nicht nur neue Musik, sondern auch Konzerte an, die für viele Fans zu den letzten Gelegenheiten gehören könnten, ihn live zu erleben.

Mit Partnerin Simone zieht es ihn ins Allgäu hinaus

Auch für die Zeit nach der Musik hat de Angelo bereits konkrete Pläne. Er will mit seiner Partnerin Simone das Allgäu verlassen und nach Italien auswandern. Dort haben beide bereits ein Haus gefunden, noch Ende 2026 sollen die ersten Umzugskartons in den Süden gehen.

Ein endgültiges Aus schließt er trotzdem nicht völlig aus. Im August sagte er im Interview mit „ARD Schlagerwelt“ bereits, dass eine Rückkehr für ihn denkbar wäre, falls ihm das Geld ausgehen sollte. Neben dem Bühnenabschied beschäftigt ihn also längst auch ein neues Leben fern von Deutschland.