Schauspielerin Jutta Speidel (72) hat am Freitag in München das dritte Haus für ihren Verein „Horizont e.V.“ eröffnet. Sie setzt sich damit weiter für wohnungslose Mütter und Kinder ein. Neben dem Termin sprach sie auch über einen sehr persönlichen Punkt: die Bedeutung des eigenen Zuhauses.
Jutta Speidel nennt ihr Zuhause ein „ganz wichtiges Nest“
Ein Heim stehe für sie nicht nur für Geborgenheit, sondern auch für Sicherheit. Im Gespräch machte sie deutlich, wie wichtig ihr Rückzug im Alltag ist, während sie sich seit Jahren öffentlich für Frauen und Kinder ohne Wohnung engagiert. Im privaten Raum findet die Schauspielerin Abstand vom öffentlichen Blick. „Brauche Ruhe und Schutz“: So lässt sich ihre Haltung zu den eigenen vier Wänden knapp zusammenfassen.
Wörtlich sagte sie: „Zuhause bedeutet für mich Ruhe. Auch Schutz“, so Jutta Speidel laut Abendzeitung-muenchen. Sie möge es, daheim so sein und aussehen zu dürfen, wie sie es gerade brauche. Gerade weil sie als Schauspielerin oft bewertet werde und in der Öffentlichkeit stehe, sei das eigene Zuhause für sie ein „ganz, ganz wichtiges Nest“, in das sie immer wieder gern zurückkehre.
Jutta Speidel gründete „Horizont“ schon 1997
Der Einsatz für Frauen und Kinder ohne Wohnung begleitet sie seit fast drei Jahrzehnten. 1997 gründete sie „Horizont e.V.“, weil über obdachlose Frauen und Kinder damals gesellschaftlich und politisch kaum gesprochen wurde, besonders in München. In Deutschland sind mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche wohnungslos.
Das neue Haus ist deshalb Teil eines langjährigen Engagements, das auf Schutz und stabile Lebensverhältnisse für Mütter und ihre Kinder zielt. In München wurde dieses Angebot nun erneut ausgebaut.
Kritik zu Beginn begleitete Speidels Engagement
Am Anfang stieß ihr Einsatz nicht nur auf Zustimmung. Speidel berichtete, man habe ihr gesagt, sie sei Schauspielerin und habe von dem Thema keine Ahnung. Sie hielt damals dagegen, dass andere zu wenig täten oder nicht wirksam genug handelten.
Außerdem sei ihr vorhergesagt worden, dass bald niemand mehr über Obdachlosigkeit bei Frauen und Kindern sprechen werde. Diese Einschätzung traf nicht zu. Laut Web sagte die Schauspielerin rückblickend, spätestens seit der Pandemie sei das Problem für jeden ersichtlich.
In München sieht Speidel Fortschritte bei der Hilfe
Heute sieht sie in München Veränderungen. Nach ihrer Darstellung macht die Stadt seit den Horizont-Anfängen deutlich mehr und habe Ansätze übernommen, die sich in der Praxis bewährt hätten. Speidel bewertete es positiv, dass sich die Stadt weiterentwickelt habe.
Zugleich verwies sie darauf, dass es inzwischen in ganz Deutschland viele Einrichtungen gebe, die helfen. Ihr aktueller Termin in München knüpfte genau daran an: Mit dem dritten Haus wächst die Unterstützung für schutzbedürftige Mütter und Kinder weiter.
Quellen: abendzeitung-muenchen.de, Focus, web.de, KI-unterstützt