Fernsehkoch Johann Lafer hat öffentlich gemacht, dass er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. Die Diagnose traf den 68-Jährigen nach eigenen Worten hart und veränderte seinen Alltag grundlegend. Betroffen waren demnach die Leisten, der Hals und der Bauch. Trotz der belastenden Situation arbeitet Lafer weiter und steht auch für geplante Termine vor der Kamera. In einem Statement machte er deutlich, wie wichtig ihm genau das ist: das Kochen, Begegnungen mit Menschen und der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen geben ihm Kraft und Zuversicht.

Johann Lafer suchte zunächst andere Wege

Bevor er sich für eine Chemotherapie entschied, setzte Lafer zunächst auf verschiedene alternative Ansätze. Er habe „alles Mögliche“ versucht, um ohne Chemo gesund zu werden, darunter eine Frischzellenkur, Sauerstofftherapie und Ozontherapie, wie t-online berichtet. Auch seine Ernährung stellte er um, aß vegetarisch und zuckerfrei. Der erhoffte Erfolg blieb jedoch aus. Rückblickend zeigt sich damit, wie groß sein Wunsch war, die Krankheit auf eine schonendere Weise in den Griff zu bekommen, bevor er den nächsten medizinischen Schritt ging.

Johann Lafer begann Anfang des Jahres mit der Chemo

Als sich sein Zustand zu Beginn des Jahres verschlechterte, fiel die Entscheidung für die Behandlung. Inzwischen hat der TV-Koch vier Zyklen hinter sich. „Ich bin froh, dass es anschlägt“, so Johann Lafer laut Bild. Gleichzeitig schilderte er auch die enorme Belastung der Therapie. Eine Sitzung dauere fast einen ganzen Tag, dazu kämen Infusionen, die ihn stark schwächten. Zu den Folgen zählen Haarausfall und ein deutlicher Gewichtsverlust. Dennoch schöpft er Hoffnung daraus, dass die Behandlung Wirkung zeigt und sich seine Lage positiv entwickelt.

Diagnose kam bei Routineuntersuchung ans Licht

Wie TVspielfilm zusammenfasst, wurde das Non-Hodgkin-Lymphom bereits vor zweieinhalb Jahren eher zufällig entdeckt. Während einer Fastenkur bemerkte ein Arzt Schatten in der Leiste, obwohl Lafer nach eigener Aussage keine Schmerzen hatte. Nach der Entfernung mehrerer Lymphknoten bestätigte sich die Diagnose. Auf Instagram beschrieb der Koch seine Erkrankung als „indolent, also niedrig-malign und nicht aggressiv“. Für ihn und seine Familie sei die Nachricht zunächst ein großer Schock gewesen. Umso größer ist nun die Erleichterung darüber, dass die Therapie Wirkung zeigt.

Kollegen und Publikum geben Johann Lafer viel Kraft

Neben der medizinischen Behandlung spielt auch die Unterstützung aus seinem Umfeld eine wichtige Rolle. Unter seinem Instagram-Beitrag meldeten sich zahlreiche prominente Weggefährten mit Genesungswünschen, darunter Nelson Müller, Guido Cantz, Marijke Amado und Thomas Anders. Die Anteilnahme zeigt, welchen Stellenwert Lafer in der Branche hat. Seit Jahrzehnten ist er einem breiten Fernsehpublikum aus Formaten wie „Lafer! Lichter! Lecker!“ und „Die Küchenschlacht“ vertraut. Dass er trotz der Krankheit weiter arbeiten kann, bedeutet ihm viel und gibt seinem Alltag weiterhin Struktur.