Johann Lafer hat bei einem Treffen mit Weggefährten in München sehr persönliche Einblicke in seinen Gesundheitszustand gegeben. Der 68-jährige TV-Koch machte deutlich, wie ernst seine Lage ist: Sein Lymphdrüsenkrebs gilt als nicht heilbar. Besonders offen sprach er über die Folgen der Therapie, die ihn körperlich und seelisch stark fordert. Gleichzeitig zeigt sich Lafer entschlossen, weiter nach vorn zu schauen. Er will arbeiten, Termine wahrnehmen und sich nicht aus dem öffentlichen Leben zurückziehen, solange es seine Kräfte zulassen.

Johann Lafer spricht über Metastasen im ganzen Körper

Wie n-tv berichtet, sagte Lafer in München: „Ich habe Metastasen im ganzen Körper, da ist alles schwarz.“ Heilbar sei die Erkrankung nicht, „aber man kann ihn eindämmen“. Die Diagnose erhielt er bereits vor rund zweieinhalb Jahren nach einer Routineuntersuchung während einer Fastenkur.

Zunächst setzte er auf Alternativmedizin, doch ohne Erfolg. Anfang des Jahres begann schließlich die Chemotherapie, der sechste Zyklus steht kurz bevor. Für den Österreicher ist klar, dass er sich der Situation stellen will, auch wenn der Weg äußerst belastend ist.

Johann Lafer verliert 25 Kilo und kämpft mit der Hitze

Die Behandlung hat deutliche Spuren hinterlassen. Nach seinem Auftritt im „ZDF-Fernsehgarten“ fiel vielen Zuschauern auf, wie stark verändert Lafer wirkte: Er hat viel Gewicht verloren und sich von seinem markanten Oberlippenbart getrennt. Inzwischen sind es 25 Kilo weniger, zudem fielen seine Haare aus.

Selbst das Essen, über Jahrzehnte Mittelpunkt seines Lebens, fällt ihm schwer. Hinzu kommt, dass ihm hohe Temperaturen besonders zusetzen. Er sprach offen darüber, dass er sich derzeit in einer Krisenphase befindet und die Belastung nicht nur körperlich spürt.

Johann Lafer hält an seinem Traum vom Mount Everest fest

Trotz der Diagnose denkt Lafer weiter an die Zukunft. Ein Wunsch begleitet ihn dabei ganz besonders: Er möchte das Basislager des Mount Everest im Himalaya besuchen. „Man darf nichts aufschieben“, sagte er laut Welt. Dieser Satz steht für seine neue Haltung zum Leben.

Wie viel Zeit ihm bleibt, könne ihm kein Arzt sagen. Gerade diese Ungewissheit scheint ihn anzutreiben, Pläne nicht länger zu vertagen. Der Weg nach vorn ist für ihn eng mit dem Gedanken verbunden, das Mögliche jetzt anzugehen.

Johann Lafer setzt auf Familie, Ärzte und seine Arbeit

Kraft geben ihm vor allem seine Frau Sylvia, die beiden Kinder, enge Freunde und seine behandelnden Ärzte. In einem Statement erklärte der Gastronom zudem, er befinde sich „weiterhin auf einem guten Weg der Besserung“, seine Ärzte bewerteten den Verlauf der Behandlung positiv, so TV Spielfilm.

Auch aus seinem Umfeld erhält er viel Zuspruch, selbst Menschen aus früheren Lebensphasen hätten sich wieder gemeldet. Kontakt hält er außerdem zu Alfons Schuhbeck. Lafer möchte sich nun auf seine Genesung konzentrieren, aber weiterhin kochen, auftreten und den Austausch mit Menschen pflegen.