Ingolf Lück hat seine Ehefrau Martina nämlich mit einem Besenstiel erobert. Was wie der Anfang eines Comedy-Sketches klingt, ist die schönste Wahrheit: Lück performte seiner Auserwählten den Peter-Maffay-Klassiker „Du hattest keine Träne mehr" – komplett mit einem Besenstiel als Mikrofon. Romantischer Wahnsinn, der wirkte.
Martina war so überzeugt, dass die beiden seit vielen Jahren glücklich verheiratet sind. Heute leben sie in Köln. Tochter Lily Chi kam im Jahr 2000 zur Welt, Sohn Gustav fünf Jahre später. Mit ihrer Tochter Lily, die mittlerweile selbst Schauspielerin ist, teilt Ingolf inzwischen sogar die Branche.
Ingolf Lück: Der späte Vater
Vater wurde Ingolf Lück erst mit 42 Jahren – und das hatte einen besonderen Grund. „Ich bin ein später Vater, das liegt aber daran, dass ich viele Jahre in einer Beziehung mit einer Frau gelebt habe, die bereits ein Kind hatte", erzählte er einmal in einem Interview. Als er Martina kennenlernte, begann für ihn das Familienleben dann mit voller Wucht.
Über sein Privatleben spricht Lück sonst eher selten. Aber gelegentlich gibt er kleine, witzige Einblicke. Im Interview mit der „Stuttgarter Zeitung" erzählte er einmal eine herrliche Anekdote: „Beim letzten Geburtstag meiner Tochter wollten die Kinder Disco machen. Ich habe dann 'Like a virgin' von Madonna aufgelegt und vor gefühlten 250 Mädchen im Prinzessinnenkostüm getanzt. Allein. Danach musste ich vier Wochen lang 80 Meter Abstand zu meiner Tochter halten, damit man bloß keine Verbindung zwischen uns herstellen konnte." Vater-Tochter-Romantik à la Lück.
Ingolf Lück: Vom „Wochenshow"-Star zum Tanz-Helden
Geboren am 26. April 1958 in Bielefeld als Sohn eines Operettensängers, wollte Ingolf eigentlich selbst Musiker werden. Er spielte Cello und Gitarre, doch das Schicksal wollte es anders. Nach dem Abitur 1978 studierte er Germanistik, Philosophie und Pädagogik und stand nebenbei am FRAPP-Theater auf der Bühne. Im Kölner Sprungbrett-Theater traf er einen damals noch unbekannten Schauspielkollegen: Hape Kerkeling. Beide gingen ihre Wege – beide wurden Stars.
1985 startete Lück als Moderator der ARD-Musikshow „Formel Eins" durch. Es folgten Komödien, Sketch-Shows und schließlich der ganz große Wurf: Von 1996 bis 2002 war er das Gesicht der Sat.1-„Wochenshow" – an der Seite von Anke Engelke und Bastian Pastewka. Die Sketche, die Sprüche, das Gesicht – wer in den Neunzigern fernsah, kam an Ingolf Lück nicht vorbei. 2018 dann der zweite Lebens-Coup: Mit damals 60 Jahren gewann er die elfte Staffel von „Let's Dance" an der Seite seiner Tanzpartnerin Ekaterina Leonova – und ist bis heute der älteste Let's-Dance-Sieger aller Zeiten.
Ingolf Lück: Das ist sein Herzensanliegen
Was viele nicht wissen: Ingolf Lück ist auch ein leidenschaftlicher Wohltäter. Er ist Schirmherr der Stiftung „Augenblicke", die sich um Eltern von Kindern mit Spina bifida und Hydrocephalus kümmert. Außerdem ist er Pate des Kinderhospizes Bethel und Gründungsmitglied im Verein „Hand in Hand for Africa". 2014 wurde er mit dem Deutschen Comedypreis als Ehrenpreisträger ausgezeichnet, 2016 erhielt er den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. Lück ist also nicht nur Lacher-Garant, sondern auch Mann mit Haltung.
Ingolf Lück 2026: Mit voller Power auf der Bühne
Auch mit 68 denkt Lück nicht ans Aufhören. Im Gegenteil: 2026 steht er gleich mit zwei Programmen auf den Bühnen Deutschlands. Mit der Comedy-Tour „Sehr erfreut!" tourt er ab März bis November durchs Land. Parallel ist er mit der Mediensatire „Seite Eins – Theaterstück für einen Mann und ein Smartphone" unterwegs, in der er einen skrupellosen Boulevard-Journalisten spielt – ein bitterböses, kluges Stück, das die Berliner Morgenpost zur „grandiosen Einzelleistung" erklärte.
Mit 68 Jahren hat Ingolf Lück also alles, was ein Komiker sich wünschen kann: eine Frau, die er einst mit einem Besenstiel erobert hat, zwei tolle Kinder, eine Tour-Bühne in ganz Deutschland und ein Leben, das er selbst täglich aus dem Vollen schöpft. Sehr erfreut!