Schauspieler Peter Weck (96) kam am vergangenen Freitagabend im Rollstuhl ins Wiener Raimund Theater. Begleitet wurde er von seiner Lebensgefährtin Joanna Rzepa (53), als dort die Neuinszenierung von „Die Schöne und das Biest“ Premiere feierte. Für den 96-Jährigen war es ein seltener öffentlicher Auftritt an einem Haus, das eng mit seiner Karriere verbunden ist.
Peter Weck zeigte sich nach Schlaganfall nur selten
Die Vereinigten Bühnen Wien empfehlen das Disney-Musical ab sechs Jahren, der prominenteste Gast des Abends lag altersmäßig deutlich darüber. Im Publikum seines früheren Hauses saß Weck diesmal nicht als Verantwortlicher, sondern als Zuschauer.
2022 erlitt Weck einen Schlaganfall, der vor allem seine rechte Körperseite traf. Sein Sohn Philipp Weck (55) sagte damals, der Vater habe zeitweise nicht sprechen können. In der Reha lernte der Schauspieler wieder laufen, danach sagte er öffentliche Termine fast durchweg ab.
Erst im Februar 2025 wurde er wieder bei einem größeren Anlass gesehen, bei der Trauerfeier für Otto Schenk (94) im Stephansdom. Mit Schenk hatte er unter anderem die Serie „Zwei unter einem Dach“ gedreht. Der Auftritt bei der Musical-Premiere gehörte damit erneut zu den seltenen Momenten, in denen er sich öffentlich zeigte.
Joanna Rzepa ist seit 2020 an seiner Seite
Mit Joanna Rzepa ist Weck seit 2020 zusammen, sie ist gut vier Jahrzehnte jünger als er. Über ihren Beruf sprach er einmal mit Humor: „Sie ist Kinderpädagogin, das ist praktisch, denn im Alter wird man ja wieder kindisch“, sagte Peter Weck laut Berliner-zeitung.
Rzepa begleitete ihn auch bei seinem jetzigen Auftritt im Raimund Theater. Damit stand an diesem Abend nicht nur die Premiere selbst im Blick, sondern auch die Partnerin, die ihn seit Jahren bei seltenen öffentlichen Terminen begleitet.
Musical-Erfolg in Wien begann mit „Cats“
1983 wurde für Weck in Wien zu einem Schlüsseljahr. Während im ZDF „Ich heirate eine Familie“ startete, übernahm er in der österreichischen Hauptstadt das Theater an der Wien und holte „Cats“ als deutschsprachige Erstaufführung in die Stadt. Ende der 80er-Jahre folgte „Das Phantom der Oper“.
Ab 1987 war er als Generalintendant der Vereinigten Bühnen Wien auch Hausherr im Raimund Theater. Seine Filmkarriere hatte allerdings schon viel früher begonnen: Der gebürtige Wiener, einst Wiener Sängerknabe, spielte 1955 in „Sissi“ den Kaiserbruder Karl Ludwig an der Seite von Romy Schneider.
Marlene Jubelius und Dominik Hees führen die neue Besetzung an
Wien kennt „Die Schöne und das Biest“ bereits seit 1995, damals lief im Raimund Theater die deutschsprachige Erstaufführung. Nun kehrte das Stück in einer Neuinszenierung von US-Regisseur Matt West zurück. Belle spielt Marlene Jubelius (31), das Biest Dominik Hees (37).
Für Jubelius ist es das Wien-Debüt, Hees stand dort bereits in „Maria Theresia – das Musical“ auf der Bühne. Auch Marika Lichter, die 1995 Teil der Erstbesetzung war, kam trotz einer Verletzung zur Premiere. So trafen bei der Veranstaltung aktuelle Produktion und frühere Theatergeschichte direkt aufeinander.
Quellen: berliner-zeitung.de, KI-unterstützt