Model und Moderatorin Heidi Klum ist seit Jahrzehnten ein Dauerwirbelwind der internationalen Entertainment- und Modewelt. Während andere schon beim Gedanken an mehrere Projekte ins Schwitzen geraten, scheint die 52-Jährige genau daraus ihre Energie zu ziehen.
In einem neuen Interview mit dem Magazin „Glamour“ spricht sie nun ungewöhnlich offen über eine „Form von ADHS“, mit der sie lebt. Statt von einer Belastung zu berichten, beschreibt sie, wie diese Eigenschaft ihren Alltag prägt – und warum sie ihre Karriere, ihre Kreativität und ihren vollen Terminkalender überhaupt erst möglich macht.
Heidi Klum nennt ADHS ihre „Superpower“
Heidi Klum macht im Gespräch deutlich, dass sie ihre Diagnose nicht als Makel betrachtet. „Ich sehe ADHS als etwas Positives, weil ich damit mehr Sachen gleichzeitig machen kann. Es ist meine Superpower“, erklärt die vierfache Mutter.
ADHS, die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, wird oft mit Unruhe, Impulsivität und Konzentrationsproblemen verbunden. Klum betont jedoch, dass sie sich genau durch diese innere Rastlosigkeit lebendig und angetrieben fühlt. Sie wolle zeigen, dass eine solche Diagnose nicht automatisch Grenzen bedeutet, sondern – je nach Ausprägung – auch ein Motor für ungewöhnliche Lebenswege sein kann.
„Sehr hyperaktiv“ im Berufs- und Familienleben
Im Interview beschreibt Heidi Klum, wie sich ihr ADHS konkret bemerkbar macht. „Ich bin wegen meines ADHS sehr hyperaktiv. Ich kann tausend unterschiedliche Sachen auf einmal machen. Ich mache viele Projekte gleichzeitig und lade mir immer noch mehr auf“, so Heidi. Ob TV-Shows, Modeprojekte oder Social Media – Klum scheint ständig in Bewegung zu sein.
Während andere sich von einem vollen Kalender überfordert fühlen, sucht sie nach eigenen Worten eher nach neuen Herausforderungen. Diese innere Dynamik ist für sie ein fester Bestandteil ihrer Persönlichkeit und ihres Erfolgsrezepts.
Ungebrochene Leidenschaft für ihre Projekte
Trotz jahrzehntelanger Präsenz in der Öffentlichkeit beschreibt Heidi Klum ihre Motivation als unvermindert stark. „Ich bin einfach die, die ich bin. Und ich habe immer noch Spaß an allem, was ich mache. Mir ist nichts gleichgültig. Ich bin immer noch genauso engagiert wie am Anfang“, so das Model im Gespräch mit „Glamour“.
Gerade im Style- und Fashion-Bereich, in dem Trends schnell wechseln und Druck allgegenwärtig ist, wirkt diese Haltung bemerkenswert. Klum vermittelt, dass ihre Energie nicht nur aus Disziplin, sondern auch aus echter Begeisterung für ihre kreativen Projekte stammt.
ADHS als Thema in der Familie Klum
Das Thema ADHS wird in der Familie Klum offen angesprochen. Sohn Henry berichtete bereits in der ProSieben-Dokumentation „On & Off the Catwalk“, dass er als Kind starkes ADHS gehabt habe. Damit zeigt sich, dass die Diagnose innerhalb der Familie nicht verschwiegen, sondern thematisiert wird.
ADHS kann sich von Person zu Person sehr unterschiedlich äußern – von starker innerer Unruhe bis hin zu Konzentrationsschwierigkeiten. Bei Heidi Klum wird deutlich, wie sie diese Besonderheit für sich nutzt und in eine treibende Kraft verwandelt, die ihren Alltag zwischen Fashion, TV-Arbeit und Familienleben strukturiert.