Tänzerin und TV-Jurorin Motsi Mabuse hat über einen tiefen Einschnitt in ihrem Leben gesprochen: den Tod ihres Bruders. Das Thema kam in einer persönlichen Rückschau auf ihre Familie und ihre Vergangenheit zur Sprache. Dabei ging es nicht nur um den Verlust selbst, sondern auch um die Folgen für ihren Alltag und ihren Blick auf psychische Belastungen.
Mabuse machte deutlich, dass solche Erfahrungen lange nachwirken können und in Familien Spuren hinterlassen. „Sein Tod hat mein Leben verändert. Seitdem halte ich die Menschen, die mir nahestehen, sehr eng bei mir. Gleichzeitig hat dieser Verlust in mir das Gefühl ausgelöst, jeden Tag so leben zu wollen, als könnte es mein Letzter sein“, so die Tänzerin gegenüber Bunte.
Motsi Mabuse sprach über psychische Belastungen
Motsi Mabuse machte schon 2014 in ihrer Biografie „Chili im Blut: Mein Tanz durchs Leben“ öffentlich, dass ihr Bruder in den frühen 90ern Suizid begangen habe. Sie beschrieb im Interview, dass Trauer und die Erinnerung an ihren Bruder bis heute Teil ihres Lebens sind.
Auch ihr Dasein als Mutter einer Tochter beeinflusst der Verlust: „Wenn meine Tochter morgens in die Schule geht, denke ich manchmal: ,War das gerade das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe?‘ Dieser Gedanke erzeugt einen unglaublichen Druck.“
Die Familie blieb ein zentraler Bezugspunkt
Ihre Liebsten spielen in Motsi Mabuses Leben schon immer eine wichtige Rolle. Gerade in schwierigen Phasen sei der Zusammenhalt innerhalb der Familie wichtig geblieben, während die Erinnerung an den Bruder weiter präsent blieb.
Vor allem mit ihrem Mann und ihrer Tochter ist die Verbindung unglaublich eng, Abschiede fallen der Tänzerin dabei oft sehr schwer - vor allem wenn diese plötzlich und unerwartet kommen. „Aber diese Angst kommt immer wieder hoch“, sagt sie und setzt dies auch mit dem Tod ihres Bruders in Verbindung.
Mit ihrem Mann Evgenij Voznyuk ist Mabuse seit 2017 verheiratet. Er ist für sie eine wichtige Stütze: „Er ist wirklich mein bester Freund und derjenige, der mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.“
Motsi Mabuse ist seit Jahren im deutschen Fernsehen präsent
Motsi Mabuse wurde einem breiten Publikum als Profitänzerin und Jurorin bei „Let's Dance“ bekannt. Ihr Familienleben hält sie meist aus der Öffentlichkeit raus. Gerade deshalb fällt ihre Offenheit auf. Mit ihren Aussagen bringt sie ein sehr persönliches Kapitel zur Sprache, das eng mit ihrer Familiengeschichte verbunden ist.
Hier bekommen Sie umgehend Hilfe
Wenn Sie selbst depressiv sind, Selbstmord-Gedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.