Der Tod von Hayden Panettiere mit 36 Jahren löst große Anteilnahme aus. Besonders berührend ist nun der Blick auf ihre Beziehung zu Tochter Kaya, die 2014 aus ihrer früheren Verlobung mit Wladimir Klitschko hervorging.
Trotz räumlicher Distanz beschrieb die Schauspielerin die Verbindung zu ihrem Kind noch wenige Monate vor ihrem Tod als außergewöhnlich eng. Zugleich war diese Beziehung von schweren persönlichen Krisen geprägt: Nach der Geburt kämpfte Panettiere mit postpartalen Depressionen und Suchtproblemen, was ihr Leben als Mutter tief beeinflusste, wie Page Six berichtet.
Hayden Panettiere wurde 2014 Mutter von Kaya
Kaya kam am 9. Dezember 2014 auf Hawaii zur Welt, mehr als ein Jahr nach der Verlobung von Panettiere und Klitschko. Später sprach die Schauspielerin gegenüber E! News auch über die dramatischen Stunden rund um den Kaiserschnitt.
Sie habe damals wegen starker Blutungen um ihr Leben gefürchtet und mehrere Bluttransfusionen benötigt. Im Rückblick machte sie deutlich, dass für sie in diesem Moment nur zählte, ihre Tochter schreien zu hören und zu wissen, dass das Kind in Sicherheit war.
Postpartale Depression veränderte die erste Zeit
Vier Monate nach der Geburt erhielt Panettiere die Diagnose postpartale Depression. Sie sprach früh öffentlich darüber und erklärte, dass viele Betroffene nicht unter Ablehnung gegenüber ihrem Kind litten, sondern unter einem viel breiteren Spektrum an Gefühlen.
In ihren späteren Erinnerungen in ihrem Buch „This Is Me: A Reckoning“ schilderte sie, dass sie nach der Geburt zunächst keine unmittelbare emotionale Nähe gespürt habe. Hinzu kam eine Alkoholabhängigkeit, mit der sie ihre Krise zu bewältigen versuchte. Schließlich suchte sie Hilfe in einer Einrichtung und pausierte zeitweise auch beruflich.
2018 gab Hayden Panettiere das Sorgerecht ab
Im Jahr 2018 übertrug Panettiere das volle Sorgerecht an Wladimir Klitschko, mit dem Kaya in der Ukraine lebte. Diese Entscheidung beschrieb sie als tiefen Einschnitt. „Ich erinnere mich an jede Sekunde dieses Tages. Keine Mutter könnte je einen einzigen Moment des Tages vergessen, an dem sie ihr Kind weggeben musste“, so Hayden Panettiere in ihrem Buch.
Sie erklärte zudem, ein juristischer Kampf hätte sie in ihrem damaligen Zustand psychisch zerstört. Deshalb habe sie sich zu diesem Schritt entschlossen, obwohl er für sie kaum auszuhalten gewesen sei.
Hayden Panettiere sprach zuletzt hoffnungsvoll über Kaya
Noch im Mai sprach Panettiere im Podcast von Jay Shetty darüber, wie schwer die Entscheidung für sie gewesen ist: „Ich meine, der Gedanke, dass irgendjemand glauben könnte, ich würde mein Kind einfach weggeben und damit kein Problem haben, ist herzzerreißend. Das könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein.“
Und weiter: „Das war unglaublich schwer. Die Tatsache, dass mein Kind nicht den ganzen Tag, jeden Tag bei mir sein würde, war … das lässt sich nicht in Worte fassen. Es ist einfach ein wirklich intensives Gefühl oder vielmehr mehrere Gefühle, die sich wirklich übereinanderlagern.“
Dennoch war die Mutter-Tochter-Beziehung am Ende sehr eng: „Wir haben eine sehr intensive, unglaubliche Bindung und ich bin sehr dankbar dafür“, sagte sie. Kaya lebe zwar in Europa, doch Mutter und Tochter stünden häufig über FaceTime in Kontakt und führten auch tiefgehende Gespräche.
Panettiere betonte außerdem, dass Kaya wisse, wie sehr sie von beiden Eltern geliebt werde. In ihrem letzten Interview nannte sie ihre Tochter ihr „Mini-Me“ und zeigte sich stolz auf die junge Person, zu der Kaya heranwächst. Für die Zukunft hoffte sie auf noch mehr gemeinsame Zeit und eine enge Freundschaft.