Die Film- und Theaterwelt trauert um Michael Pennington. Der britische Schauspieler starb im Alter von 82 Jahren, wie der „Telegraph“ berichtet. Weitere Infos zu seinen Todesumständen wurden nicht bekannt gegeben.
Vielen Zuschauern bleibt er als Moff Jerjerrod aus „Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ in Erinnerung, wo er als strenger Kommandant des Todessterns Darth Vader gegenüberstand.
Doch seine eigentliche künstlerische Heimat lag nicht in großen Kinowelten, sondern auf der Bühne. Über Jahrzehnte galt Pennington als feste Größe des britischen Theaters und als leidenschaftlicher Shakespeare-Darsteller.
Michael Pennington prägte die Royal Shakespeare Company
Schon 1964 schloss sich Michael Pennington der Royal Shakespeare Company an. Dort begann er als junger Darsteller und entwickelte sich im Lauf der Jahre zu einem der angesehensten Schauspieler des Ensembles. Seine enge Verbindung zu William Shakespeare bestimmte weite Teile seiner Karriere.
Eigene Shakespeare-Kompanie ab 1986 gegründet
Seine Leidenschaft für klassische Stoffe führte 1986 zur Gründung der English Shakespeare Company. Mit diesem Projekt wollte Michael Pennington anspruchsvolle Inszenierungen auf Tournee einem breiteren Publikum zugänglich machen.
Selbst ein großes Filmangebot konnte ihn davon nicht abbringen. „Ich merkte, dass ich Hamlet nicht aufgeben konnte“, sagte Michael Pennington laut „Hello!“ später über die Entscheidung, eine Rolle an der Seite von Meryl Streep in „Die Geliebte des französischen Leutnants“ abzulehnen.
Michael Pennington spielte auch in Serien und Filmen
Trotz seiner starken Theaterbindung blieb Michael Pennington auch auf dem Bildschirm präsent. Neben „Star Wars“ wirkte er in zahlreichen britischen Fernsehproduktionen und Filmen mit. Dazu gehörten unter anderem „Waking the Dead“ und „Die Tudors“, die auch international ein großes Publikum fanden.
Später war er zudem als Sprecher in Ridley Scotts Science-Fiction-Serie „Raised by Wolves“ zu hören. Diese Arbeit wurde 2022 zu seiner letzten Rolle. Darüber hinaus schrieb Pennington mehrere Bücher, in denen er sich mit Schauspielkunst und den Strukturen der Unterhaltungsbranche beschäftigte.
Michael Pennington hinterlässt Sohn und Lebensgeschichte
Auch privat war sein Leben von langen Beziehungen geprägt. 1964 heiratete Michael Pennington Katharine Barker, mit der er einen Sohn bekam. 1967 trennte sich das Paar. Später führte er eine langjährige Partnerschaft mit Prue Skene, die 2025 starb.
Mit seinem Tod verliert die Schauspielwelt einen Künstler, der Bühne, Fernsehen und Film auf sehr unterschiedliche Weise geprägt hat. Während viele ihn mit einer Rolle aus dem Weltraum verbinden, lag sein bleibendes Vermächtnis vor allem im Theater.