Mit Mariclare Costello verliert die Unterhaltungswelt eine Darstellerin, die über Jahrzehnte in Film, Fernsehen und auf der Bühne präsent war. Die Schauspielerin starb im Alter von 90 Jahren in Brooklyn, New York. Besonders vielen Zuschauern blieb sie durch ihre Rolle als Lehrerin Rosemary Hunter in „Die Waltons“ in Erinnerung.
Doch ihr Weg reichte weit über eine einzige Serie hinaus: Costello arbeitete am Broadway, spielte in Kino-Produktionen und widmete einen großen Teil ihres Lebens der Förderung anderer Künstlerinnen und Künstler.
Mariclare Costello starb im April in Brooklyn
Wie „People“ berichtet, wurde eine Todesanzeige im „Peoria Journal Star“ veröffentlicht. Demnach starb Mariclare Costello am Morgen des 17. April in Brooklyn. In dem Nachruf würdigte ihre Familie nicht nur ihre Karriere, sondern vor allem ihre besondere Art, mit Menschen zu arbeiten. „Ihre Gabe war selten“, schrieb die Familie.
Weiter hieß es, sie habe anderen geholfen, „Zugang zu ihrer eigenen kreativen Stimme“ zu finden. Auch privat sei sie ein Mensch voller Wärme und Neugier gewesen, der Fragen stellte, aufmerksam zuhörte und jeden Raum mit Leben füllte.
Schauspielerin Mariclare Costello prägte „Die Waltons“
Einen festen Platz in der Fernsehgeschichte sicherte sich Mariclare Costello mit mehreren Auftritten in „Die Waltons“, vor allem in den frühen Staffeln. Ihre Figur Rosemary Hunter blieb vielen Fans der Familienserie im Gedächtnis.
Darüber hinaus war sie in zahlreichen weiteren Produktionen zu sehen, darunter „Kojak“, „Lou Grant“, „Mord ist ihr Hobby“, „Chicago Hope“, „Judging Amy“ und „Providence“. Auch im Fernsehen übernahm sie größere Aufgaben, etwa in „The Fitzpatricks“. Damit baute sie sich eine vielseitige Karriere auf, die verschiedene Generationen von Zuschauern erreichte.
Broadway, Horrorfilm und Arbeit mit Jimmy Stewart
Schon früh führte Costellos Weg auf die Bühne. Nach ihrem Studium zog sie nach New York City und spielte unter anderem am Sheridan Square Theater und am Public Theater. Am Broadway übernahm sie mehrere Rollen, darunter in Arthur Millers „After the Fall“ an der Seite von Jason Robards.
Später stand sie auch in einer Neuinszenierung von „Harvey“ mit Jimmy Stewart auf der Bühne. Filmfans kennen sie zudem aus dem Kult-Horrorfilm „Grauen um Jessica“ sowie aus „Eine ganz normale Familie“ und „Buckaroo Banzai – Die 8. Dimension“.
Mariclare Costello wirkte auch als Lehrerin und Regisseurin
Neben ihrer Arbeit vor der Kamera galt Costellos Leidenschaft dem Unterrichten. Sie leitete ein Theaterprogramm an einer Grundschule in Westwood und inszenierte Produktionen an der Loyola High School sowie an der Loyola Marymount University, wo sie über viele Jahre Schauspiel unterrichtete.
Zudem arbeitete sie mit weiteren Theatergruppen zusammen. Auch ihr Privatleben war eng mit der Schauspielwelt verbunden: Seit 1977 war sie mit Schauspieler Allan Arbus verheiratet, bis zu dessen Tod im Jahr 2013. Zurück bleiben ihre Tochter Arin, deren Partner Ethan, Enkelin Bird sowie weitere Angehörige.