Schauspielerin Nicole Belstler-Boettcher steht 2026 vor einem neuen Kapitel: Die frühere „Marienhof“-Darstellerin zieht ins Dschungelcamp und kehrt damit ins Reality-TV zurück. Für die 62-Jährige ist es ein bewusster Schritt zurück ins Rampenlicht: „Ich möchte mal wieder im Fernsehen auftauchen“, so Nicolelaut RTL über ihre Motivation. Dass sie sich auf Kameras versteht, liegt in der Familie – schließlich ist ihre Mutter, Schauspielerin Grit Boettcher, seit Jahrzehnten eine feste Größe in Film und Fernsehen. Gemeinsam bilden sie eine der spannendsten Mutter-Tochter-Konstellationen im deutschen TV.
Grit Boettcher prägt Fernsehen und Theater seit Jahrzehnten
Grit Boettcher, 1938 in Berlin-Spandau geboren, gehört zu den prägenden Gesichtern der deutschen Unterhaltung. Ihren Durchbruch feierte sie im Kino an der Seite von Stars wie Heinz Rühmann und Joachim Fuchsberger, etwa in den Edgar-Wallace-Filmen „Der schwarze Abt“ und „Der Mönch mit der Peitsche“. Später wurde sie vor allem im Fernsehen populär – unter anderem in der Comedyserie „Ein verrücktes Paar“ an der Seite von Harald Juhnke, für die sie 1980 mit der Goldenen Kamera geehrt wurde. Parallel stand sie immer wieder auf Theaterbühnen, etwa in der Komödie am Kurfürstendamm, und arbeitete als Hörspielsprecherin. Zuletzt war sie 2020 bei „Kreuzfahrt ins Glück“ zu sehen.
Mutter-Tochter-Bindung: Nicole wächst im Schatten einer Ikone auf
Aus der Ehe Grit Boettchers mit dem Fernsehredakteur Wolfgang Belstler stammt Tochter Nicole, die 1963 geboren wurde. Ihr Vater erkrankte an einer schweren Form von Leukämie und starb, als sie erst sechs Jahre alt war – ein Schicksalsschlag, der die Bindung zu ihrer Mutter noch enger machte. Heute leben Grit Boettcher, Nicole und ihr Bruder Tristan im selben Haus bei München, allerdings in getrennten Wohnungen. Die Schauspiel-Ikone ist inzwischen 87 Jahre alt. Nicole selbst ist zweifache Mutter.
Nicole Belstler-Boettcher: Durchbruch mit „Marienhof“ und TV-Rollen
Nicole Belstler-Boettcher sammelte schon als junge Frau Kameraerfahrung, etwa 1979 in der ARD-Reihe „Was sich liebt, das neckt sich“. Ihren großen Durchbruch schaffte sie jedoch mit der Rolle der Sandra Behrens in der Kult-Soap „Marienhof“. Von 1995 bis 2015 war sie mit Unterbrechungen in über 500 Folgen zu sehen. Dazu kamen Auftritte in „Tatort“, „SOKO Stuttgart“, „In aller Freundschaft“, „Hubert und Staller“ sowie bereits 1993 in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Damit etablierte sie sich als feste Größe im deutschen Serienkosmos und trat endgültig aus dem übergroßen Schatten ihrer berühmten Mutter heraus.
Reality-TV: Von „Promi Big Brother“ ins Dschungelcamp 2026
Schon 2018 zeigte Nicole Belstler-Boettcher bei „Promi Big Brother“, dass sie Reality-Formate nicht scheut. In der damaligen Staffel geriet sie emotional an ihre Grenzen. Nun folgt der nächste Schritt im Dschungelcamp – für die Schauspielerin eine bewusste Entscheidung, um sich einem großen Publikum neu zu präsentieren. Für Fans von Mutter und Tochter bietet die Show eine Gelegenheit, Nicole noch einmal ganz nah zu erleben – mit einer Lebensgeschichte, die sie aus einer außergewöhnlichen TV-Familie mitbringt.