Bei seinem Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos sorgte Donald Trump nicht nur mit seinen Äußerungen für Aufsehen. Einigen Beobachtern fiel vor allem eine großflächige lila Verfärbung an der linken Hand des US-Präsidenten auf. Dies löste schnell Spekulationen um seinen Gesundheitszustand aus.

Auf dem Rückflug aus Davos stellte sich der Politiker den Fragen von Reportern an Bord der Air Force One und ging offen auf die auffällige Stelle ein. Er schilderte laut „Sky News“, wie es zu der Verletzung gekommen sein soll – und machte zugleich seine Medikamenteneinnahme für die deutliche Färbung mitverantwortlich.

Donald Trump erklärt Ursprung der lila Verfärbung

Gegenüber Journalisten sagte Donald Trump, er habe sich die Hand an einem Tisch gestoßen, während er in der Schweiz war. „Ich habe sie an der Tischkante angeschlagen. Ich habe ein bisschen – wie nennt man das? – Creme darauf gemacht. Aber ich habe sie angeschlagen“, so der Präsident laut. Er betonte, dass er hochdosiertes Aspirin nehme, was ihn anfälliger für Blutergüsse mache. Daraufhin ergänzte er, man solle Aspirin nehmen, wenn man sein Herz möge, aber darauf verzichten, wenn man keine blauen Flecken wolle.

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Donald Trump sorgte mit blauem Fleck für Aufsehen.

Weißes Haus verweist auf Davos-Auftritt

Auch das Weiße Haus legte eine Erklärung vor und bestätigte die Darstellung des Republikaners. Pressesprecherin Karoline Leavitt erklärte laut „The Telegraph“, bei einem Termin beim Board of Peace in Davos habe Trump seine Hand an der Ecke des Signiertisches angeschlagen, was den Bluterguss verursacht habe. Die Sprecherin betonte zudem, die Verletzung stehe nicht im Zusammenhang mit der bereits bekannten Venenerkrankung des Politikers.

Diagnose: chronische Venenschwäche bei 79-Jährigem

Bereits zuvor hatte der 79-Jährige wegen Schwellungen an den Beinen medizinische Untersuchungen durchlaufen. Nach Angaben des Leibarztes Sean Barbabella leidet Trump an einer chronischen venösen Insuffizienz, einer Venenschwäche, die vor allem ältere Menschen betrifft. Dabei fließt das Blut aus den Beinen nicht mehr optimal zum Herzen zurück und kann sich in den unteren Extremitäten stauen. Der Arzt bezeichnete die Diagnose als „gutartig und häufig“ und stellte klar, dass weder eine tiefe Venenthrombose noch arterielle Gefäßerkrankungen festgestellt wurden, so BBC.

Aspirin und Händeschütteln soll für blaue Flecken sorgen

In einem ärztlichen Schreiben wurde zudem auf weitere Auffälligkeiten an Trumps Händen eingegangen. Der Mediziner verwies auf Blutergüsse am Handrücken, die auf häufiges Händeschütteln und die Einnahme von Aspirin im Rahmen einer kardiovaskulären Vorsorge zurückgeführt werden. Laut BBC erklärte Barbabella, die Tests hätten eine normale Herzstruktur und -funktion gezeigt, ebenso keine Anzeichen für Herzschwäche, Nierenschäden oder eine systemische Erkrankung.

Trump betont weiterhin seine „sehr gute“ Gesundheit

Trotz der jüngsten Diskussionen um Blutergüsse und Venenschwäche präsentiert sich Donald Trump weiterhin als körperlich gesund. Er habe, so betont er, besonders ausführliche und langwierige medizinische Untersuchungen absolviert. In einem früheren Social-Media-Beitrag schrieb der Politiker, seine Arbeitszeiten seien die längsten und seine Ergebnisse gehörten zu den besten.

Einige Ärzte hätten ihm sogar bescheinigt, sie hätten noch nie so starke Resultate gesehen, behauptete er. Auch jetzt hält sein Umfeld daran fest, dass der Republikaner sich in „ausgezeichneter“ Verfassung befinde – trotz Venenerkrankung, geschwollener Knöchel und der auffälligen lila Hand.