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28. Juni 2018 - 16:29 Uhr / Lisa Winder
Ashton Kutcher, Tom Hanks & Co.

Diese Promis haben schon ein Ticket ins All gebucht

Einmal zu den Sternen fliegen und wieder zurück und dabei die Erde vom All aus betrachten – das ist nur ganz wenigen Auserwählten vergönnt. Astronauten durchlaufen extreme Gesundheits-Checks, müssen körperlich topfit und geistig voll auf der Höhe sein.

Ohne wissenschaftliches oder technisches Studium kommt niemand mit staatlicher Unterstützung ins All. Schließlich sind die Astronauten nicht zu ihrem Vergnügen dort, sondern um Experimente durchzuführen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Diese kommen den Menschen auf der Erde zugute, sollen aber auch auf ein Leben außerhalb der Erdatmosphäre vorbereiten.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst (42) ist derzeit in aller Munde. Er brach kürzlich zur ISS auf und zog damit die Aufmerksamkeit der Medien auf sich. Im Fernsehbeitrag „Für uns zurück im All – Kommandant Alexander Gerst“ berichtet der sympathische Weltraumfahrer, wie das Leben auf der internationalen Raumstation abläuft. Seine Begeisterung ist ansteckend und so wundert es nicht, dass das Interesse an ihm und seiner Mission hoch ist.

Astronaut Alexander Gerst

„Ich werde Astronaut!“ Vom Traum zur Wirklichkeit

Von der internationalen Raumstation ISS werden immer wieder atemberaubende Bilder gesendet, die unseren blauen Planeten in all seiner Schönheit zeigen. Für die Allgemeinheit ist dieser Ausblick tatsächlich nur via TV oder Internet zu genießen, doch für eine kleine, ausgewählte Gruppe von Menschen könnte der Flug ins All schon bald Wirklichkeit werden. Promis und andere gut betuchte Personen, die ihren Kindheitstraum mit einem Flug ins All erfüllen wollen, haben bereits bei einem Veranstalter gebucht, der genau das anbietet: Tickets für einen Weltraumflug.

Die Kosten liegen dabei im sechsstelligen Bereich, unter 150.000 Euro hebt niemand ins All ab. Das private Unternehmen Virgin Galactic von Richard Branson (67), seines Zeichens Milliardär, wird immer wieder in Zusammenhang mit Promis wie Ashton Kutcher (40) genannt. Er soll nach Aussagen von Branson der 500. gewesen sein, der sich einen Platz als Passagier gesichert hat.

Neben ihm nehmen weitere Stars teil. Die Rede ist von Angelina Jolie (43) und Brad Pitt (54), wobei es wohl außer Frage stehen dürfte, dass die beiden wahrscheinlich nicht gemeinsam den Trip ins All unternehmen werden.

Auch Tom Hanks (61), Katy Perry (33) und Beyoncé (36), so lässt sich diversen Meldungen in der Presse entnehmen, sollen sich auf der Warteliste eingetragen haben. Alle Passagiere von Virgin Galactic durchlaufen ein spezielles Training zur Vorbereitung auf den Flug, das auf der Website des Unternehmens in Bild und Ton vorgestellt wird.

Übrigens: Auch Elon Musk (46) bietet Flüge mit der Raumfahrtfirma SpaceX an, Amazon Gründer Jeff Bezos (54) hat Blue Origin gegründet, um Touristen ins All zu bringen.

Deutsche Promis ebenfalls auf dem Weg ins All?

Der Weltraumtourismus boomt, gleichwohl ist bislang noch kein privater Weltraumreisender mit einem privaten Weltraum-Fluggerät im All gewesen. Angeblich soll Elon Musk es Ende 2018 möglich machen, die Zeit wird zeigen, ob es ihm gelingt. Auch bekannte Personen aus Deutschland sollen angeblich demnächst vor den Augen der Öffentlichkeit in den Weltraum reisen. Hundertprozentig bestätigte Meldungen gibt es allerdings noch keine, lediglich Gerüchte aus zweiter Hand kursieren.

Raumstation ISS

Jedem der angehenden Weltraumtouristen sei die Lektüre des Buches „Weltraum Tourismus“ empfohlen, geschrieben von Martin Kohn, Studienrat für Mathematik. Er erklärt, wie die Ausbildung zum Astronauten abläuft, was sie kostet und welche Tests und Trainings zu absolvieren sind. Das bereitet auf die große Reise ins All vor und gibt denjenigen, die sich den Ausflug nicht leisten können, einen guten Einblick in die Realität von Raumfahrern.

Einmal schwerelos sein – so kommt jedermann ins Schweben

Im All herrscht Schwerelosigkeit, dieses Gefühl lässt sich in Worten nicht beschreiben. Wer schon einmal mit dem Gleitschirm unterwegs war und dabei aufgrund thermischer Turbulenzen unbeabsichtigt für wenige Sekunden in diesen Zustand geriet, der weiß, wie spektakulär sich das anfühlt.

Doch man kann die Schwerelosigkeit auch ganz bewusst herbeiführen. Das gelingt nämlich mit einem Parabelflug, der im Rahmen eines 6-tägigen Astronauten-Trainings im Kennedy Space Center in Orlando, Florida angeboten wird. Buchbar ist der Trip für Personen ab 18 Jahre. Weitere Voraussetzungen sind: normale körperliche Fitness und gute Gesundheit.

Teilnehmer dürfen weder unter Asthma, noch unter Herzbeschwerden leiden, auch darf kein akuter Bandscheibenvorfall oder eine Schwangerschaft vorliegen. Die Teilnehmer werden nicht nur den Parabelflug genießen, sondern ein Astronauten-Training absolvieren sowie das weltberühmte Kennedy Space Center von innen kennenlernen.

Start der ISS

Was ist ein Parabelflug?

Ein Parabelflug stellt ein ganz bestimmtes Flugmanöver dar. Dabei fliegt das Flugzeug in einem steilen Winkel auf eine Höhe von 10.000 Meter und der Pilot bringt das Flugzeug dabei auf dem Wendepunkt der Parabel mit der Nase so steil nach unten, dass es sich praktisch im freien Fall befindet.

Rund 22 Sekunden Schwerelosigkeit bringt das extreme Flugmanöver. Es werden mehrere Parabeln hintereinander geflogen, so dass die Passagiere insgesamt mehrere Minuten Schwerelosigkeit erleben können.

Fazit: Raumfahrttourismus ist wenigen vorbehalten, Schwerelosigkeit nicht

Der Durchschnittsverdiener kann sich in absehbarer Zukunft keinen Trip ins Weltall leisten, doch Schwerelosigkeit lässt sich auch auf anderem Weg erleben.

Wer diesen Nervenkitzel ausprobieren will, kann sich den Traum selbst erfüllen. Für diejenigen, die den Ausblick über Mutter Erde vom Weltraum aus genießen wollen, bleibt nur, sich die Fotos und Videos anzuschauen, die von der ISS gesendet werden. Manchmal gehen Träume eben nicht in Erfüllung.