Schlagersängerin Kerstin Ott und Sängerin Maite Kelly sind heute eng befreundet. Der Anfang ihrer Beziehung verlief jedoch holprig. Auslöser war ein Treffen bei einer Schlagernacht im Jahr 2018, als beide nacheinander Soundcheck hatten. Ott sprach Kelly damals auf deren In-Ear-Kopfhörer an, weil sie eine Empfehlung wollte. Die Antwort traf sie unerwartet hart. Im gemeinsamen Gespräch mit der „SuperIllu“ schilderten beide nun, wie aus dem angespannten ersten Eindruck später ein enger Kontakt wurde und warum ein Satz von damals lange nachwirkte.
Kerstin Ott erinnerte sich an den Satz von 2018
Bei dem Soundcheck fragte die 44-Jährige, ob Kelly ihre In-Ear-Kopfhörer empfehlen könne. Die Reaktion blieb ihr im Gedächtnis. „Die brauchst du nicht. Die brauchst du nur, wenn du schön singen willst“, sagte Maite Kelly. Für Ott klang das wie eine Beleidigung. Sie empfand ihre Kollegin nach eigener Aussage als von oben herab und zog für sich ein klares Fazit. Im Rückblick berichtete sie, dass sie Kelly damals nicht leiden konnte: „Die kann ich nicht leiden“, sagt Kerstin. Das Missverständnis stand damit zunächst zwischen den beiden Sängerinnen.
Frühstück bei TV-Show brachte die Aussprache
Zu einer Klärung kam es erst bei einer späteren Begegnung im Rahmen einer TV-Show. Beim Frühstück begrüßte Kelly ihre Kollegin und fragte, ob alles in Ordnung sei. Ott nutzte den Moment und sprach den Vorfall direkt an. Sie sagte, dass sie den Satz von damals daneben gefunden habe und davon verletzt gewesen sei. Kelly reagierte darauf nach eigener Schilderung überrascht. „Mir fiel in dem Moment fast mein Teller aus der Hand“, so Maite Kelly. Für sie kam die offene Kritik offenbar völlig unerwartet.
Maite Kelly meinte den Satz als Kompliment
Im Gespräch stellte sich heraus, dass Kellys Bemerkung ganz anders gemeint war. Sie erklärte, dass sie Otts Stimme sehr schätze und immer angenommen habe, ihre Kollegin wisse selbst, wie gut sie singe. Deshalb habe sie den Satz nicht abwertend verstanden, sondern als Lob. Nach dieser Erklärung war der Konflikt für Ott geklärt. Sie sagte, dass sie wusste, Maite meine es ehrlich und dass die Situation damals unglücklich gelaufen sei. Nach der Aussprache änderte sich das Verhältnis der beiden deutlich und der frühere Ärger war ausgeräumt.
Gemeinsamer Song und klare Worte zur Schlagerbranche
Seit dem Wendepunkt stehen die beiden regelmäßig in Kontakt und schreiben sich nach eigenen Angaben oft. Anfang Oktober veröffentlichten sie sogar das Duett „Ich weiß, was du brauchst“. Damit bekam ihre Freundschaft auch eine musikalische Form. Ott äußerte sich außerdem grundsätzlich zum Umgang in der Schlagerszene. Ein hartes Konkurrenzdenken empfindet sie nach eigener Aussage nicht. Sie habe viele Freunde unter den Kolleginnen und Kollegen.