Filmlegende Brigitte Bardot starb Ende Dezember im Alter von 91 Jahren in Saint-Tropez – nun schildert ihr Ehemann Bernard d’Ormale die letzten Tage an ihrer Seite. Nach mehr als drei Jahrzehnten gemeinsames Leben blickt der Unternehmer mit großer Rührung auf die Zeit zwischen Krankenhaus, Krebsbehandlung und der Rückkehr in das berühmte Haus La Madrague zurück. In einem emotionalen Gespräch beschreibt er, wie die einstige Leinwandikone, geschwächt von schweren Operationen und chronischen Schmerzen, ihren Lebenswillen verlor und schließlich in ihrem Zuhause einschlief, umgeben von Tieren und ihrem Mann, der bis zum letzten Moment bei ihr blieb, wie parismatch.com berichtet.

Bernard d’Ormale spricht über Bardots Krankheit

Bernard d’Ormale schildert, dass Brigitte Bardot in den Wochen vor ihrem Tod zwei große Operationen im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung überstehen musste. Die Schauspielerin war Ende November in ein Krankenhaus eingeliefert worden, habe die Eingriffe zunächst „sehr gut vertragen“.

Doch die jahrelangen gesundheitlichen Belastungen – darunter starke Rückenschmerzen und frühere Krebsdiagnosen – hatten ihren Körper deutlich geschwächt. D’Ormale beschreibt einen langsamen Abschied, geprägt von medizinischen Eingriffen, Hoffnungsschimmern und Rückschlägen, bevor Bardot endgültig nach La Madrague zurückkehrte, um dort ihre letzten Wochen zu verbringen.

Letzte Wochen in La Madrague mit Tieren und Ehemann

Die letzten Tage verbrachte Brigitte Bardot in ihrer ikonischen Fischerhütte in Saint-Tropez, umgeben von ihren geliebten Hunden und Katzen. Dort kümmerte sich Bernard d’Ormale ununterbrochen um die frühere Schauspielerin, die sich immer stärker aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte.

Wie parismatch.com schreibt, habe Bardot in Momenten großer körperlicher Schmerzen mehrfach geäußert: „Ich habe genug, ich will gehen.“ Die Mischung aus Krebserkrankung, den Folgen der Operationen und langjährigen Rückenproblemen führte dazu, dass sie zunehmend erschöpft war. In La Madrague fand sie dennoch einen geschützten Rahmen, in dem sie sich von der Welt zurückziehen konnte.

Brigitte Bardots letzte Worte und friedlicher Abschied

Besonders eindrücklich beschreibt Bernard d’Ormale die letzten Minuten mit seiner Frau. Er berichtet, dass Bardot in den frühen Morgenstunden ein leises „piu piu“ sagte – ein kleines Liebeswort, das sie oft benutzt habe, wie die Brigitte-Bardot-Stiftung erklärt.

D’Ormale sei halb schlafend gewesen, habe sich aufgerichtet und gesehen, dass sie aufgehört hatte zu atmen. In den darauffolgenden Minuten habe er beobachtet, wie sich ihr Gesichtsausdruck veränderte: Die Anspannung der vergangenen Monate wich, und er habe den Eindruck gehabt, ihr Leiden löse sich auf. Für ihn seien diese Momente die bewegendsten der gesamten Ehe gewesen, wie er gegenüber parismatch.com berichtet.

Trauerfeier in Saint-Tropez und letzte Ruhestätte

In Saint-Tropez fand eine private Trauerfeier statt, zu der enge Angehörige und Wegbegleiter kamen. Im Anschluss erwiesen zahlreiche Menschen der Ikone die letzte Ehre in der Stadt, in der sie mehr als fünf Jahrzehnte lebte. Unter den Anwesenden war auch die französische Politikerin Marine Le Pen, wie uk.news.yahoo.com berichtet.

Obwohl Brigitte Bardot sich zu Lebzeiten gewünscht hatte, bei ihren Tieren beerdigt zu werden, wird sie nun auf dem Meeresfriedhof von Saint-Tropez beigesetzt. Dort ruht sie in der Nähe ihres ersten Ehemanns, Regisseur Roger Vadim. Damit schließt sich ein Kreis im Leben der Schauspielerin, die 45 Filme drehte, 70 Songs aufnahm und später ihr gesamtes Engagement dem Tierschutz widmete.