Filmlegende Brigitte Bardot ist im Alter von 91 Jahren in ihrem Haus in Saint-Tropez gestorben – nun schildert ihr Ehemann Bernard d’Ormale erstmals ihre letzten Tage und die wahre Ursache. Die Schauspielerin, die mit „Und immer lockt das Weib“ zum Weltstar wurde und später als Tierschutzaktivistin lebte, kämpfte bis zuletzt gegen Krebs. Laut express.co.uk musste sie dafür zwei Operationen überstehen und war Ende 2025 mehrfach im Krankenhaus. Dennoch bestand sie darauf, in ihre geliebte Villa „La Madrague“ zurückzukehren, wo sie am 28. Dezember morgens um 6 Uhr friedlich einschlief.

Brigitte Bardot starb nach Krebs-Operationen

Wie lemonde.fr berichtet, war Bardot in den Wochen vor ihrem Tod wegen eines nicht näher benannten Krebsleidens zweimal operiert worden. Bernard d’Ormale erklärte im Gespräch mit „Paris Match“, seine Frau habe die Eingriffe „sehr gut vertragen“, doch schließlich habe „die Krankheit sie genommen“. Schon in den 1980er-Jahren hatte die Schauspielerin eine Brustkrebs-Diagnose erhalten und sich damals gegen Chemotherapie entschieden. Stattdessen ließ sie sich bestrahlen und erreichte nach zwei Jahren eine Remission. Zusätzlich litt sie seit Langem unter schwerer Arthritis und war häufig auf Gehstöcke angewiesen – körperliche Beschwerden, die sie jedoch nicht davon abhielten, sich weiter für Tiere einzusetzen.

Ehemann beschreibt Bardots letzte Momente

Besonders eindringlich schilderte d’Ormale die letzten Minuten an Bardots Bett. Gegenüber dem Magazin sagte er, diese Augenblicke seien „der bewegendste Moment meines Lebens mit Brigitte gewesen, weil sie uns verließ“. Kurz vor ihrem Tod habe sie noch ein zärtliches Wort an ihn gerichtet: „Sie sagte ‚piu piu‘“, so der 82-Jährige, der Ausdruck sei ihr „kleines Liebeswort“ gewesen, wie auch die Brigitte-Bardot-Stiftung bestätigt. Wenige Augenblicke später habe er bemerkt, dass sie nicht mehr atmete. Laut Paris Match erzählte er, er habe gesehen, wie „ihr Leiden in den nächsten fünfzehn Minuten verschwand – sie wurde wunderschön“. Bardot starb in ihrem Schlafzimmer, bei vollem Bewusstsein bis kurz vor dem Ende.

Trauerfeier in Saint-Tropez mit politischer Note

Am Mittwoch fand in Saint-Tropez eine Trauerfeier in der Kirche Notre-Dame de l’Assomption statt, gefolgt von einer Beisetzung auf dem Meeresfriedhof der Stadt, nahe dem Grab ihres ersten Ehemanns, Regisseur Roger Vadim. Hunderte Fans trotzten laut lemonde.fr den kühlen Wintertemperaturen, um vor Großbildschirmen die Messe zu verfolgen. Die Brigitte-Bardot-Stiftung kündigte eine schlichte Zeremonie „ohne Prunk“ an, bei der ihr lebenslanges Engagement für Tiere im Mittelpunkt stehen sollte. Politisch sorgte die Gästeliste für Diskussionen: Rechtspopulistin Marine Le Pen bestätigte ihre Teilnahme, während Präsident Emmanuel Macron fernblieb, nachdem die Familie ein staatliches Ehrentribut abgelehnt hatte.

Bardots klare Haltung zu Ehrungen und Politik

Bernard d’Ormale schilderte in Interviews, dass Bardot bis zuletzt eine klare Meinung zu Politik und öffentlichen Ehrungen hatte. Gegenüber „Le Parisien“ sagte er, seine Frau habe für die aktuelle Regierung „nichts übriggehabt“ und sei ihren Überzeugungen immer treu geblieben. Als aus dem Élysée die Idee eines nationalen Gedenktages aufkam – ähnlich wie für Jean-Paul Belmondo – habe Bardot der Regierung laut d’Ormale sinngemäß ausrichten lassen, sie solle „verschwinden“. Auch die prestigeträchtige Ehrenlegion nahm sie zwar an, holte die Auszeichnung jedoch nie persönlich ab. Wie uk.news.yahoo.com meldet, wollte sie lieber in Ruhe mit ihren Tieren leben, als sich im Rampenlicht feiern zu lassen – eine Haltung, die ihren Rückzug aus dem Filmgeschäft seit 1973 konsequent prägte.