RJ Mitte ist tot. Der Schauspieler starb am Montag in Brownsville im US-Bundesstaat Texas im Alter von 34 Jahren. Ein Sprecher bestätigte gegenüber People, dass Mitte durch Suizid ums Leben kam. Vielen Zuschauern blieb er als Walter White Jr. aus „Breaking Bad“ in Erinnerung, dem Sohn der von Bryan Cranston und Anna Gunn gespielten Figuren Walter und Skyler White. Die preisgekrönte Serie lief von 2008 bis 2013 über fünf Staffeln. Mit dem Ensemble gewann Mitte auch einen Screen Actors Guild Award für die Leistung in einer Dramaserie.

Bryan Cranston veröffentlichte einen persönlichen Nachruf

Bryan Cranston meldete sich nach dem Tod seines Serienkollegen mit einem langen Beitrag in den sozialen Medien. „Ich bin in tiefer Verzweiflung, während ich das heute Abend schreibe. RJ Mitte, mein geliebter Sohn aus Breaking Bad, ist gestorben“, schrieb der Schauspieler laut Rollingstone.

Dazu teilte er ein gemeinsames Foto. In seinem Text erinnerte er an den Beginn der Zusammenarbeit beim Piloten im Februar 2007 und beschrieb, wie sich Mitte aus seiner Sicht Schritt für Schritt weiterentwickelte. Auch nach dem Ende der Serie hielten beide Kontakt.

Seine Rolle hatte denselben medizinischen Hintergrund

Mitte war im Alter von drei Jahren mit einer leichten Form der Zerebralparese diagnostiziert worden. Gerade seine Darstellung von Walt Jr. erhielt deshalb viel Anerkennung, denn die Figur lebte mit derselben Erkrankung, allerdings in stärkerer Ausprägung. 2013 erhielt der Schauspieler den SAG-AFTRA Harold Russell Award. Die Auszeichnung erinnert an Harold Russell, den ersten Schauspieler mit einer Behinderung, der einen Oscar gewann.

Neben seiner Arbeit vor der Kamera setzte sich Mitte auch öffentlich für mehr Sichtbarkeit von Darstellern mit Behinderungen ein und leitete eine philanthropische Organisation zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen.

Cranston schrieb über eine verpasste Verabredung

In seinem Nachruf ging Cranston auch auf die Zeit kurz vor Mittes Tod ein. Er schrieb, dass die beiden noch wenige Wochen zuvor per Nachricht versucht hätten, ein gemeinsames Mittagessen zu organisieren. Dazu stellte er die Frage, ob dieses Treffen etwas an der Zukunft seines Kollegen verändert hätte.

Außerdem nannte er den Verlust von Versprechen und Potenzial besonders schwer. Der Schauspieler erinnerte zugleich daran, wie entschlossen Mitte den fordernden Drehalltag gemeistert habe und dass er seine Erkrankung nie als Ausrede genutzt habe.

Am Ende seines Textes stand ein Hilfsangebot

Zum Schluss seines Beitrags schrieb Cranston, dass es ihm eine echte Freude gewesen sei, über viele Jahre mit Mitte an der Serie und auch danach verbunden zu sein. Er verabschiedete sich mit den Worten, dass er ihn vermissen werde.

Danach richtete er sich an Menschen in Krisen und bat sie, die 988 Lifeline zu kontaktieren. In den USA ist sie eine zentrale Anlaufstelle für Hilfe bei seelischen Notlagen und Suizidgedanken. Mit diesem Hinweis endete sein Nachruf auf den früheren Kollegen.

Hier bekommen Sie umgehend Hilfe 

Wenn Sie selbst depressiv sind, Selbstmord-Gedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können. 

Quellen: People, rollingstone.de, KI-unterstützt