Entertainer Oliver Pocher (48) hat im Podcast „TOMorrow - Business. Stars. Lifestyle“ mit deutlichen Worten die Lage des deutschen Fernsehens kritisiert. Er sprach mit Journalist Tom Junkersdorf (58) über sinkende Bedeutung klassischer Sender, Konkurrenz durch Streaming und Social Media sowie über Formate, die aus seiner Sicht an Relevanz verloren haben. Dabei griff er nicht nur ARD und ZDF an, sondern auch einzelne Moderatoren und prominente Gesichter des Privatfernsehens.
Oliver Pocher kritisiert ARD und ZDF
Im Zentrum seiner Aussagen stand die These, dass das klassische TV in einer tiefen Krise steckt und sich der Druck auf Sender und Programme weiter erhöhen wird. Besonders scharf fiel seine Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus. „ARD und ZDF und die ganzen dritten Sender kannst du schon längst einstampfen. Brauchst du alles nicht mehr“, so Oliver Pocher laut Bild.
Er brachte auch eine Fusion von ARD und ZDF ins Spiel und kritisierte die große Zahl an Radioprogrammen. Nach seiner Einschätzung zahlen viele Menschen monatlich für ein Angebot, das sie kaum noch nutzten. Zugleich betonte der Entertainer, dass er unabhängigen Journalismus grundsätzlich für wichtig halte, genau diese Unabhängigkeit bei Teilen des Systems aber vermisse.
Louis Klamroth steht bei Pocher als Beispiel
Nicht nur die Senderstruktur, auch die politische Ausrichtung vieler Formate war Thema. Pocher warf Teilen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mangelnde Ausgewogenheit vor und nannte dabei Louis Klamroth (36) als Beispiel. Dessen Beziehung zu Klimaaktivistin Luisa Neubauer (30) bezeichnete er als problematisch mit Blick auf die erwartete Neutralität eines Moderators.
Im Podcast sagte er: „Eine gewisse Neutralität musst du schon haben.“ Außerdem vertrat er die Ansicht, dass ein Moderator mit gegenteiliger politischer Nähe deutlich größere Probleme bekäme, eine solche Sendung weiter zu führen.
Jan Böhmermann und das Aus von „ZDF Magazin Royale“
Auch Jan Böhmermann (45) griff der Comedian an. Das Ende von „ZDF Magazin Royale“ am 18. Dezember 2026 nach 187 Ausgaben nannte er „überfällig“. Pocher sagte zudem, viele Menschen fühlten sich bevormundet und könnten nur noch Ansichten äußern, die gesellschaftlich akzeptiert seien. Er verband diese Entwicklung mit dem politischen Rechtsruck in Deutschland.
Nach seiner Darstellung hätten ständige Belehrungen bei Teilen des Publikums Trotz ausgelöst. Zugleich räumte er ein, dass Böhmermann mit seiner Sendung zunächst erfolgreich gestartet sei, bevor sich das Format aus seiner Sicht inhaltlich verändert habe.
Heidi Klum, die Kaulitz-Brüder und ein Ferrari-Geschenk
Neben Politik und Senderkritik sprach Pocher auch über prominente Namen aus dem Unterhaltungsfernsehen. Laut Tag24 bezeichnete er das klassische Fernsehen als „in einer absoluten Krise“ und sagte voraus, dass nun regelmäßig Sendungen abgesetzt würden. Besonders hart urteilte er über Heidi Klum (53).
Freizügige Bilder und offene Interviews über ihr Privatleben sah er als Mittel, um im Gespräch zu bleiben. Auch das im Münchner Hofbräuhaus übertragene „Heidi Fest“ nannte er „Schrott“. Zusätzlich kritisierte er Tom Kaulitz (36) und Bill Kaulitz (36) sowie ein Ferrari-Geschenk von Tom Kaulitz an einen Sohn von Klum.