Seit den Siebzigern prägt Konstantin Wecker (78) mit seinen poetischen, oft politischen Texten die deutschsprachige Musikszene. Nun trifft er eine folgenreiche Entscheidung: Die für 2026 geplante große Live-Tour findet nicht statt. Auf seiner Website wendet sich der Musiker an sein Publikum und macht deutlich, wie schwer ihm dieser Schritt fällt.
Tour-Absage: Konstantin Wecker kämpft mit Nervenschäden
Konstantin Wecker hatte sich intensiv auf die neuen Konzerte vorbereitet und wollte aktuelle Songs und Texte präsentieren. Doch nun steht fest, dass er vorerst nicht mehr auf die Bühne zurückkehren kann. Im vergangenen Jahr machte der Münchner öffentlich, dass er an einer neurologischen Erkrankung leidet, die zu massiven Nervenschäden in seiner linken Hand geführt hat.
Dadurch kann er seine Finger nicht mehr richtig bewegen und ist nicht mehr in der Lage, Klavier zu spielen. Bereits im November hatte er deshalb mehrere Termine seiner Tour „Lieder meines Lebens“ abgesagt. Nun musste er auch die neue Konzertreihe komplett streichen. „Ich hatte gehofft zu genesen, aber meine Erkrankung ist leider fortgeschritten“, so Wecker.
Konstantin Wecker: Alkoholmissbrauch als Ursache der Erkrankung
Die gesundheitlichen Probleme haben eine lange Vorgeschichte. Wecker führt die Nervenschäden auf jahrelangen Alkoholmissbrauch zurück, wie unter anderem „Bild“ meldet. In dieser Zeit konsumierte er nach eigenen Angaben nicht nur regelmäßig große Mengen Alkohol, sondern auch Kokain.
Erst seit rund drei Jahren lebt der Musiker abstinent und setzt sich intensiv mit seiner Suchtvergangenheit auseinander, auch in seinem neuen Buch. Die Spätfolgen lassen sich jedoch nicht mehr rückgängig machen. Besonders tragisch für den Pianisten: Ausgerechnet das Instrument, das seine Karriere geprägt hat, kann er nun nicht mehr spielen.
Wecker richtet emotionale Botschaft an seine Fans
In seiner Nachricht an das Publikum, die auf seiner Website zu lesen ist, zeigt sich der 78-Jährige tief bewegt. „Es tut mir unendlich leid – aber ich muss die Tournee, auf die ich mich sehr gefreut hatte, leider absagen“, schreibt er. Er hätte seine Lieder gerne live präsentiert und aus seinem Buch gelesen, doch sein aktueller Zustand lasse das nicht zu.
„Ihr könnt euch vorstellen, wie weh es mir tut, nach so vielen Jahrzehnten auf der Bühne nicht mehr für euch singen zu können“, so Wecker weiter. Gleichzeitig bedankt er sich ausdrücklich für die langjährige Unterstützung und die Nähe seiner Anhänger, die ihn durch Höhen und Tiefen begleitet haben.