Für Stefan Mross könnte der Zeitpunkt kaum emotionaler sein. Während sich das Ende von „Immer wieder sonntags“ nähert, erhält der Moderator und Sänger im Europa-Park in Rust eine besondere Würdigung. Seit Juni 2005 prägt der Bayer die Liveshow, nun stehen nur noch wenige Ausgaben bevor. Dass ausgerechnet jetzt ein Stern auf dem „Walk of Fame“ auf ihn wartet, verleiht dem Moment zusätzliches Gewicht. Die Ehrung kommt in einer Phase, in der für viele Fans und auch für Mross selbst ein prägendes Kapitel des deutschen Fernsehens ausklingt.
Roland Mack widmet den Stern auch Eberhard Mross
Bei der Verleihung fand Europa-Park-Chef Roland Mack sehr persönliche Worte. Der Stern sei nicht nur Stefan Mross gewidmet, sondern auch dessen Vater Eberhard. Besonders emotional: Die Ehrung fiel auf dessen Todestag. Eberhard Mross starb 2010 an den Folgen einer schweren Krebserkrankung. Mack erklärte: „Dein Vater hat dir eines mitgegeben: Bodenständigkeit. Du hast dir diese über die ganze erfolgreiche Zeit im Fernsehen bewahrt“.
Zugleich verwies er auf eine frühe Verbindung zum Freizeitpark: Schon als Fünfjähriger kam Stefan Mross mit seinem Vater nach Rust, der damals als Reisebusfahrer arbeitete.
Stefan Mross prägt die Show seit zwei Jahrzehnten
Die Auszeichnung hat auch deshalb Symbolkraft, weil sie kurz vor dem Ende der ARD-Sendung erfolgt. Seit 2005 moderiert Stefan Mross das Format im Europa-Park, die letzte Liveshow ist für Anfang September geplant. Der Sender hatte die Einstellung nach mehr als 30 Jahren mit finanziellen Gründen begründet, wie Focus berichtet.
Für viele Anhänger ist das ein schmerzlicher Einschnitt, denn die Show gehört seit Jahren fest zum Sommerprogramm. Im Europa-Park ist Mross damit längst weit mehr als nur ein Gastgeber einer Sonntagssendung.
Kritik am Aus von „Immer wieder sonntags“
Roland Mack nutzte die Ehrung auch für deutliche Worte zur Absetzung. Er betonte, die Show sei oft schon nach wenigen Minuten ausverkauft, zudem bekomme Stefan Mross Fanpost aus ganz Europa. Selbst Fanclubs hätten sich gebildet. „Uns bewegt natürlich auch die Diskussion um diese Sendung. Wir alle bedauern, dass die ARD ein Schlussstrich ziehen will“, so Roland Mack laut Web.
Aus unternehmerischer Sicht könne er die Entscheidung nicht nachvollziehen. Zugleich machte er Fans Hoffnung, weil er nach eigener Aussage sehr aktiv an einer Fortführung in irgendeiner Form arbeite.
Eva Luginger begleitet einen sehr persönlichen Moment
Auch privat wurde die Zeremonie für Stefan Mross besonders innig. Nach der Rede bedankte er sich für 22 Jahre in Rust und nannte die Sendung mit all ihren Begegnungen und Freundschaften „die Krönung seines Lebens“, so Stefan Mross laut Bunte.
Danach richtete er liebevolle Worte an seine Partnerin Eva Luginger, die die ganze Zeit am Rand stand und sichtlich mit den Gefühlen rang. „Man sagt immer, die Liebe seines Lebens hat mit Frauen zu tun. Hat sie auch. Ich habe sie auch gefunden. Sie steht da, meine liebe Eva“, so Mross. Im Sommer leben die beiden während der Dreharbeiten sogar im Wohnmobil direkt am Set. So wurde aus der Ehrung nicht nur ein beruflicher, sondern auch ein sehr persönlicher Moment.