Nach dem beschlossenen Ende von „Immer wieder sonntags“ richtet sich der Blick im Schlager nun auch auf andere TV-Formate des SWR. Besonders im Mittelpunkt steht dabei „Schlager-Spaß mit Andy Borg“. Für die Sendung gibt es nach Angaben des Senders eine klare Richtung: Sie soll weiterlaufen.
Ganz ohne Bedingungen ist diese Perspektive jedoch nicht. Der SWR knüpft die Fortsetzung an zwei Punkte. Zum einen muss Andy Borg die Show weiter moderieren wollen, zum anderen muss der Sender die Produktion weiterhin finanzieren können.
Clemens Bratzler nennt Bedingungen für den Fortbestand
SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler erklärte die Linie des Senders in einem Gespräch mit dem Radiosender RadioBWSchlager1: „Das führen wir weiter, solange Andy das machen will. Solange wir es uns auch leisten können. Das ist wie bei allen immer in diesen Zeiten eine Frage“.
Damit ist die Zukunft der Musikshow an die Bereitschaft des Moderators und an die wirtschaftlichen Möglichkeiten des SWR gebunden. Eine feste Zusage auf viele Jahre hinaus gibt es für das Format damit nicht.
„Schlager-Spaß mit Andy Borg“ zieht aus Baden-Baden um
Schon im Juli hatte der SWR eine große Veränderung für die Sendung angekündigt. Ab 2027 wird „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ nicht mehr in den eigenen Studios in Baden-Baden produziert. Stattdessen übernimmt mit Kimmig Entertainment eine externe Produktionsfirma die Herstellung.
Der Sender begründete diese Entscheidung mit einer Neuausrichtung, dem Abbau eigener Studioflächen und dem Ziel, Ressourcen flexibler einsetzen zu können. Bis Ende 2026 sollen die Ausgaben jedoch weiterhin in den SWR-Studios in Baden-Baden entstehen.
SWR verweist auf fehlende „Ewigkeitsgarantie“
Bereits bei einer früheren Nachfrage zur Änderung hatte Bratzler die Entscheidung eingeordnet. Er sagte gegenüber Schlagerpuls, die externe Produktion habe „überhaupt nichts mit dem Infragestellen der Formate zu tun“. Zudem machte er deutlich, dass es keine dauerhafte Zusicherung geben könne.
„Es gibt in diesen Zeiten für nichts Ewigkeitsgarantie, da wäre es unlauter zu sagen, dass es das Format noch in zehn Jahren gibt, wobei ich Andy Borg alles zutraue“, hieß es dazu im Gespräch. Der Sender trennt damit die Produktionsfrage von der grundsätzlichen Fortsetzung der Show.
Nach Mross-Aus wächst der Druck auf andere Schlagerformate
Die Debatte um Borgs Sendung fällt in eine Phase großer Veränderungen beim SWR. Der Sender und die ARD hatten im März angekündigt, „Immer wieder sonntags“ nach der Saison 2026 nicht fortzuführen. Als Gründe wurden strategische und finanzielle Überlegungen genannt. Moderator Stefan Mross sagte im Gespräch mit t-online über die Entscheidung: „Ich war schockiert.“