Am 28. März 2015 ging einer der ganz großen Legenden der Schlagerwelt von uns: Karl Moik. Der Entertainer starb in einem Salzburger Krankenhaus im Alter von 76 Jahren. Dort war er mehrere Wochen wegen schwerer Nierenprobleme in Behandlung, wie unter anderem „Bild“ berichtete.
Im Dezember 2014 musste er bereits in die Klinik, weil seine Nieren nicht mehr richtig arbeiteten. Demnach verschlechterte sich sein Zustand deutlich. Er hinterließ seine Ehefrau Edith, die ihn jahrzehntelang auch als Managerin begleitet hatte und die zwei gemeinsamen Kinder.
Schwerer Herzinfarkt 2014 verändert sein Leben
Die gesundheitlichen Probleme begannen für Karl Moik schon ein Jahr zuvor mit einem massiven Herzinfarkt. Am Rosenmontag 2014 nahm der ARD-Moderator am Kölner Karnevalsumzug der „Blauen Funken“ teil, abends brach er im Hotel zusammen.
Seine Frau Edith rief den Rettungsdienst, Moik kam sofort mit dem Krankenwagen in die Klinik. „Als mir die Ärzte sagten, mein Mann habe gerade mal zehn Prozent Überlebenschancen, ist in mir eine Welt zusammengebrochen“, sagte sie damals der „Bild“. Wasser in der Lunge, ein Luftröhrenschnitt und ein künstliches Koma folgten. Wochenlang rang der TV-Star um sein Leben.
Wochen im Koma und mühsamer Weg zurück
Nach dem Herzinfarkt lag Karl Moik lange im künstlichen Koma. Beim Luftröhrenschnitt wurden die Stimmbänder der TV-Ikone in Mitleidenschaft gezogen – der Moderator musste das Sprechen neu erlernen.
Edith Moik erinnerte sich an „Wochen von Verzweiflung, Hoffen und Bangen“. Am Tag der Goldenen Hochzeit stieß sie allein mit einem Glas Sekt an und dankte „für fünfzig gemeinsame Jahre“. Nach einem Reha-Aufenthalt kehrte Moik zwar nach Hause zurück, blieb jedoch gesundheitlich stark angeschlagen.
Musikantenstadl macht Karl Moik zur TV-Legende
Fernsehmoderator Karl Moik, 1938 in Linz geboren, prägte über Jahrzehnte die volkstümliche Musik im TV. Nach einer Werkzeugmacherlehre und ersten Auftritten als Musiker entwickelte er für den ORF das Format „Musikantenstadl“, das ab Anfang der 1980er-Jahre auch in der ARD lief und zum Quotenhit wurde.
Mit seiner Mischung aus Smalltalk, Volksmusik und Tournee-Shows erreichte er ein Millionenpublikum in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bis 2005 stand er als Gastgeber im Rampenlicht, moderierte zudem den Grand Prix der Volksmusik und erhielt hohe Auszeichnungen, darunter den Berufstitel „Professor“ und die „Krone der Volksmusik“.