Jürgen Drews (81) und seine Tochter Joelina (30) gelten seit Jahren als eng verbunden. Beide verbringen viel Zeit miteinander, auch der Umzug des Sängers nach München hatte familiäre Gründe. Umso bemerkenswerter ist, dass Joelina zu Beginn ihrer Laufbahn bewusst Abstand zum musikalischen Weg ihres Vaters suchte.
Joelina Drews wollte ihren eigenen Stil finden
Die Sängerin sprach darüber im Podcast „Drews Cordalis Petry – Kids-Club“ und machte deutlich, dass diese Phase kein Bruch in ihrer Beziehung war. Vielmehr ging es ihr darum, als junge Künstlerin eine eigene Richtung zu finden und sich nicht allein über den berühmten Nachnamen zu definieren.
Die Münchnerin startete ihre Karriere bereits 2011 mit dem Song „Trendsetter“. Rückblickend beschreibt sie die ersten Schritte im Musikgeschäft als Suche nach der eigenen Identität. „Ich bin auch deswegen komplett in eine andere Richtung als mein Papa gegangen am Anfang. Ich hab gesagt: ‚Ich möchte erst mal gar nichts mit der Musik meines Vaters zu tun haben’“, so Joelina Drews.
Heute spricht sie mit Humor über diese Zeit und nennt sie ihre „Rebellenphase“. Damals sei für sie entscheidend gewesen, etwas Eigenes aufzubauen und ohne direkte Anlehnung an Jürgen Drews wahrgenommen zu werden.
Joelina Drews war früher kein großer Schlager-Fan
Trotz der klaren Abgrenzung betont Joelina, dass sie die Karriere ihres Vaters immer bewundert habe. Musikalisch lag ihr Geschmack in jungen Jahren jedoch woanders. Sie räumte offen ein, dass Schlager damals nicht das Genre war: „Ich war damals kein großer Fan von Schlager. Ich fand es nicht blöd, aber ich hab selber damals kein Schlager gehört.“
Diese Ehrlichkeit zeigt, wie bewusst sie ihren Weg plante. Es ging ihr nicht darum, sich gegen ihren Vater als Menschen zu stellen, sondern gegen eine Erwartungshaltung von außen. Gerade als Tochter einer Schlagergröße wollte sie offenbar vermeiden, vorschnell in eine feste Rolle gedrängt zu werden.
Jürgen Drews sollte keine Türen für seine Tochter öffnen
Besonders deutlich wurde Joelina bei der Frage nach möglicher Unterstützung durch ihren Vater. Jürgen Drews hätte mit seinen Kontakten in der Branche sicher helfen können, doch genau das wollte sie nicht.
„Ich wollte nicht, dass mein Papa irgendwo anruft und sagt: ‚Hey, hier ist meine Tochter, kannst du mit der arbeiten oder könnt ihr die irgendwo unterbringen?’ Das wollte ich auf gar keinen Fall“, sagte Joelina Drews.
Für die Sängerin stand fest, dass sie sich Chancen selbst erarbeiten wollte. Dieser Wunsch nach Unabhängigkeit prägte ihre Anfangsjahre stark.
Joelina Drews ist heute in der Schlagerwelt angekommen
Inzwischen hat sich ihr Blick auf das Genre verändert. Joelina ist heute selbst erfolgreich als Sängerin unterwegs und in großen TV-Formaten wie dem „ZDF-Fernsehgarten“ oder dem „Schlagerboom“ zu sehen, wie „Bunte“ berichtet. Auch gemeinsame Auftritte mit ihrem Vater gehören mittlerweile dazu.
Damit ist aus der einstigen Distanz längst eine neue berufliche Nähe geworden. Die Geschichte zeigt, dass Abgrenzung nicht gegen die Familie gerichtet sein muss. Manchmal ist sie vielmehr ein notwendiger Schritt, um den eigenen Platz zu finden und später umso gefestigter zurückzukehren.