Im deutschen Fernsehen wird das Angebot für Schlagerfans immer schmaler. Formate wie „Immer wieder sonntags“ oder die „Beatrice Egli Show“ verschwinden aus dem Programm. Während die Sendung von Stefan Mross aus Kostengründen eingestellt wird, beendet Beatrice Egli ihre Show auf eigenen Wunsch.
Umso stärker rücken auch andere Formate wie „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ in den Mittelpunkt. Die Sendung wirkt derzeit wie eine feste Größe in einem Umfeld, das sich rasant verändert. Gerade für ein älteres Publikum, aber auch für Künstler ohne große TV-Plattform, hat die Show damit eine besondere Bedeutung. Doch muss auch Andy Borg um ein Ende fürchten?
Andy Borg nennt seine Sendung eine musikalische Heimat
Andy Borg selbst scheint sich noch keine Sorgen um eine mögliche Absetzung zu machen. Der Schlagerstar sieht den Kern des Erfolgs vor allem in der Beständigkeit des „Schlagerspaß“. Gegenüber „Schlagerpuls“ erklärt er, „dass wir die Überreste von einer großen, erfolgreichen und beliebten Schlagerszene im Hauptabendfernsehprogramm sind.“
Genau darin liege offenbar die Stärke des Formats: Während viele große Sendungen wegfallen, bleibt seine gemütliche Weinstuben-Atmosphäre verlässlich, nahbar und vertraut. Für Fans von Oldies und klassischem Schlager entsteht so ein Ort, an dem Musik nicht nur konsumiert, sondern gemeinsam erlebt wird.
Andy Borg setzt auf Tour und Nähe zum Publikum
Für den Entertainer endet Schlager aber nicht im Fernsehstudio. Die Live-Tour ist für ihn eine wichtige Ergänzug zur Sendung, weil dort unmittelbare Reaktionen zählen. Für ihn seien die direkten „Streicheleinheiten“ und die „Klatscheinheiten“ des Publikums unabdingbar, so Andy Borg laut „Schlagerpuls“.
Diese Nähe prägt auch die Fernsehsendung: kein überladenes Konzept, sondern Wärme, Humor und ein Gefühl von Vertrautheit.
Patrick Lindner lobt den Erfolg der Tour mit Andy Borg
Sänger Patrick Lindner erlebt derzeit auf der „Schlager & Spaß“-Tour direkt, wie stark die Bindung zwischen Publikum und Format ist. Besonders bemerkenswert findet er, dass das Konzept auch ohne große Namenslisten auf den Plakaten funktioniert, wie er „Schlagerpuls“ erklärt.
Für ihn ist das der Punkt: Die Menschen wissen, was sie erwartet. Diese Verlässlichkeit sei im Schlagergeschäft viel wert. Lindner beschreibt das Zusammenspiel mit Borg zudem sehr herzlich und betont, die gemeinsame Tourzeit fühle sich fast familiär an.
Noch deutlicher wird Patrick Lindner beim Blick auf das Ende anderer Formate. „Dass man das jetzt alles aus dem Programm nimmt, finde ich ganz fatal. Irgendwann bleibt gar nichts mehr. Es gibt Fernsehgarten und ‚Immer wieder sonntags‘. Und ‚Immer wieder sonntags“ war genau auf das ältere Publikum zugeschnitten. Aber der ‚Schlager-Spaß‘ läuft und läuft und läuft… da kann man nur hoffen, dass sie das im Auge behalten und wissen, dass sie damit super fahren“, sagt er.