Ein Millionenpublikum verfolgte im Ersten die Eurovisionsshow „Schlagerchampions – Das große Fest der Besten“, als Moderator und Musiker Florian Silbereisen mit einem goldschimmernden Anzug die Bühne betrat.

Während Stars wie Helene Fischer, Roland Kaiser und Maite Kelly ihre Hits zum Besten gaben, richteten sich viele Kommentare im Netz weniger auf die Musik als auf Silbereisens auffällige Satinhose. Der Zweiteiler des Entertainers, kombiniert mit weißem T-Shirt und Turnschuhen, wurde vor allem wegen der extrem langen, weit geschnittenen Hose zum Thema.

Goldene Satinhose von Florian Silbereisen sorgt für Spott

Die Hose des Anzugs reichte fast bis zum Boden und verdeckte Silbereisens weiße Sneaker nahezu vollständig. Genau dieses Detail löste auf der Plattform X eine Welle an Kommentaren aus. Ein Nutzer lästerte: „Die Anzughose sitzt sch…, ist viel zu lang und sieht absolut verboten aus. Hat Flori keinen, der ihm sagt, dass man so nicht raus geht?“

Andere verglichen den Look mit einem Schlafanzug: „Ich weiß nicht, welcher Anzug schlimmer ist. Die schwarze Discokugel oder Floris Schlafanzugshose.“ Auch die Meinung, er trage einen „Satin-Pyjama“, machte die Runde.

Fans vergleichen Silbereisen mit Charlie Chaplin

Zwischen Kritik und Ironie fanden sich auch humorvolle Reaktionen. Ein X-Nutzer schrieb: „Mit diesen Hosen könnte Flori auf Charlie Chaplin machen. Der war allerdings nie auf dem Traumschiff.“ Ein anderer Kommentar zielte auf einen Hosen-Tausch mit Helene Fischer ab – die Sängerin trug eine hautenge Lack-Leggings: „Ich wäre dafür, dass Helene und Flori mal kurz die Hosen tauschen.“

Mehrere Zuschauer monierten, die Hose sei „ein wenig zu groß“ und man warte nur darauf, dass der Moderator auf den Stoff tritt und stolpert. Eine weitere spitze Bemerkung: „Wisst ihr, wer heute noch arbeitslos wird? Die Stilberaterin von Florian Silbereisen.“ Viele gingen davon aus, ein Stylist hätte den Look zu verantworten.

Florian Silbereisen verteidigt seine Outfit-Wahl selbstbewusst

Tatsächlich stammte die Entscheidung allein von ihm. Im Gespräch mit „Bild“ stellte der Showmaster klar, dass er seine Bühnenoutfits grundsätzlich selbst aussucht. „Ich wollte wenigstens einmal Gold- statt Silbereisen sein“, erklärte er.

Weiter sagte er: „Ich bekenne mich auf jeden Fall schuldig: Ich habe den goldenen Anzug ganz allein ausgewählt! Ich habe das Outfit auch nicht von Thomas Gottschalk bekommen, sondern selbst gesucht und gefunden.“ Demnach war sich Silbereisen in der Umkleide zwar nicht völlig sicher, ob die Wahl optimal ist, entschied sich dann aber bewusst für den auffälligen Look.

Traumquote für Schlagerchampions trotz Mode-Debatte

Während auf X über Schnitt, Länge und Stil des Anzugs gestritten wurde, lieferte der Abend im Ersten starke Zahlen. Flori führte gewohnt souverän durch die Show und erreichte ein Millionenpublikum. Laut „Quotenmeter“ sahen über 4 Millionen Menschen zu, was einem Marktanteil von 19 Prozent entspricht.

Dass am Ende vor allem die goldene Hose diskutiert wurde, zeigt, wie sehr der 44-Jährige mit seinem Styling polarisierte – ohne die Begeisterung für die Auftritte von Helene Fischer, Roland Kaiser, Maite Kelly, Marianne Rosenberg und Howard Carpendale zu schmälern. Für Silbereisen bleibt der goldene Anzug damit ein markanter Moment seiner Schlagerkarriere.