Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen steht aktuell mehr denn je im Zentrum der Öffentlichkeit. Während sie mit negativen Schlagzeilen um sich und ihren Sohn konfrontiert ist, kämpft sie auch gegen ihre Lungenkrankheit. Zuletzt machte der Palast deutlich, wie schlecht es der Prinzessin geht. Sogar eine Lungentransplantation soll geplant sein.
Umso härter treffen die offenen Worte, die Mette-Marit vor einigen Jahren in einem Interview teilte. 2021 gewährte sie in einer Folge des Podcasts „The Kåss Furuseths“ einen selten intimen Einblick in ihr Inneres. Der Royal erzählte dort von den Belastungen der vergangenen Jahre, der chronischen Erkrankung und Momenten tiefer Verunsicherung.
Mette-Marit über Druck in den frühen Beziehungsjahren
Im Gespräch mit Moderatorin Else Kåss Furuseth blickte die Kronprinzessin auf die Anfänge ihrer Beziehung zu Kronprinz Haakon zurück. „Es gibt einige Lebensabschnitte, vielleicht besonders die Anfangsphase von mir und Haakon, an die ich noch immer nicht denken kann, ohne dass mir schlecht wird“, sagte sie.
Der plötzliche Wechsel von einem bürgerlichen Leben in das strenge Protokoll einer königlichen Familie sei für sie extrem gewesen. Sie beschrieb einen enormen Erwartungsdruck und das Gefühl, ständig beobachtet zu werden. Mit diesem Druck sei auch ein starkes Schamgefühl gekommen: „Es ist ein schreckliches Gefühl. Ich habe mir wirklich versprochen, dass ich mich nach dieser Zeit nie wieder schämen würde“, erklärte sie im Podcast.
Diagnose Lungenfibrose und das Gefühl, nicht zu genügen
2018 erhielt Mette-Marit die Diagnose Lungenfibrose, eine schwere, chronische Erkrankung der Lunge, die Husten, Atemnot und Sauerstoffmangel verursachen kann. Die Folge: abgesagte Termine, deutlich weniger offizielle Auftritte, mehr Ruhephasen. „Ich schäme mich sehr, dass ich krank bin“, sagte die Kronprinzessin.
Sie leide darunter, nicht „diejenige sein zu können, die jeder erwartet“. Ihre frühere Arbeitskraft erreiche sie nicht mehr, viele Verpflichtungen übernimmt inzwischen Kronprinz Haakon allein, gelegentlich springt auch Tochter Ingrid Alexandra ein. Für die 52-Jährige sei es schmerzhaft, sich mit den eigenen Grenzen auseinandersetzen zu müssen – gerade, weil sie sich selbst lange als besonders belastbar erlebt hat.
Verpasste Skitouren und Erinnerungen an frühere Stärke
Im Podcast sprach Mette-Marit auch über die körperlichen Einschränkungen, die ihre Krankheit mit sich bringt. „Eines der schlimmsten Dinge ist, dass ich nicht mehr auf dieselbe Weise Ski fahren kann wie früher“, erklärte sie nach Angaben von budstikka.no. Früher sei sie „so unglaublich stark“ gewesen, erzählte sie – sie sei mit beiden Kindern im Pulk unterwegs gewesen und habe es geliebt, sich draußen in der Natur auszupowern.
Diese Zeit beschrieb sie als Phase intensiver Lebensfreude. Heute müsse sie akzeptieren, dass solche Touren nicht mehr möglich sind. Der Verlust dieser Selbstverständlichkeit trifft sie tief, weil Sport und Natur lange ein wichtiger Teil ihrer Identität waren.