Das norwegische Königshaus steht erneut unter großem Druck. Nach seiner Rückkehr von einer Provinzreise stellte sich König Harald V. den Fragen der Presse und sprach dabei ungewöhnlich offen über mehrere belastende Themen.

Im Mittelpunkt standen der Gesundheitszustand von Königin Sonja und die schwere Erkrankung von Kronprinzessin Mette-Marit. Der 89-Jährige machte klar, dass die Familie derzeit mit ernsten Sorgen lebt.

König Harald gibt Update zu Königin Sonja

Besonders aufmerksam wurde auf Haralds Worte zu Königin Sonja gehört. Die 88-Jährige war wegen Herzflimmerns und Herzinsuffizienz zur Untersuchung und Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht worden. Inzwischen konnte sie die Klinik wieder verlassen.

„Ihr Zustand ist viel besser. [...] Als ich abreiste, war es nicht gut. Sie war ein wenig niedergeschlagen, weil sie nicht mitkommen durfte [...] Aber soweit ich weiß, geht es ihr viel besser als zu dem Zeitpunkt, als ich abreiste. Jetzt ist die Medikamenteneinnahme unter Kontrolle“, so König Harald laut „NRK“. Damit gab er zumindest vorsichtige Entwarnung.

Mette-Marit ist laut Harald schwer krank

Noch ernster klangen seine Aussagen über Kronprinzessin Mette-Marit. Die 52-Jährige leidet an Lungenfibrose, einer unheilbaren Erkrankung der Lunge. Zuletzt war sie mehrfach mit einem Sauerstoffgerät zur Atemunterstützung zu sehen.

Harald sprach darüber ohne Beschönigung und machte deutlich, wie sehr ihn die Entwicklung mitnimmt: „Sie ist schwer krank. Daran besteht leider kein Zweifel." 

Dass Mette-Marit mehr und mehr auf ein Sauerstoffgerät angewiesen sein würde, sei der Familie zwar bewusst gewesen. treffe sie dennoch schwer:Wir haben von den Ärzten gehört, dass dies passieren wird. Aber wir dachten und hofften, dass es erst später passieren würde, nicht jetzt. Doch nun ist es plötzlich sehr relevant“, offenbarte Harald.

Harald spricht über Haakon und Ingrid Alexandra

Bei dem Pressetermin ging es nicht nur um Krankheit, sondern auch um die Zukunft des norwegischen Königshauses. Harald wurde gefragt, wie er auf eine mögliche Abschaffung der Monarchie blicken würde. Seine Antwort fiel laut „Billed Bladet“ trocken aus: „Ich bin dann nicht mehr hier, so viel steht fest.“

Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass die nächsten Generationen Stabilität geben können. Auf ihn folgen Kronprinz Haakon und später Prinzessin Ingrid Alexandra, die in Norwegen als wichtige Figur der kommenden Jahre gilt. Trotz der aktuellen Belastungen vermittelte Harald damit Vertrauen in die Linie seiner Familie: „Mit meinen Nachfolgern und auch Prinzessin Ingrid Alexandra haben Sie nichts zu befürchten.“