Prinzessin Kate hat eine der härtesten Bergtouren Großbritanniens geschafft und damit ein starkes Zeichen gesetzt. Die Princess of Wales absolvierte die Three Peaks Challenge zugunsten der Royal Marsden Cancer Charity, also die Stiftung jenes Krankenhauses, in dem sie selbst wegen Krebs behandelt wurde.
Am Ende wartete ihre Familie auf sie: Prinz William, die Kinder George, Charlotte und Louis sowie ihre Eltern Carole und Michael Middleton und ihr Bruder James, berichtet „Independent“. Mit dieser Aktion schreibt Kate Geschichte, denn sie ist das erste Mitglied der königlichen Familie, dem diese Aufgabe gelang.
Kate lief für den Royal Marsden nach eigener Krebsbehandlung
Die Tour war für Kate weit mehr als eine sportliche Prüfung. In einer persönlichen Nachricht auf Instagram erklärte sie, warum ihr das Projekt so wichtig war. „Ich habe die National Three Peaks Challenge nicht nur als körperliche Aufgabe auf mich genommen, sondern auch als Chance, das Leben nach der Diagnose zu erkunden und etwas zurückzugeben."
Sie machte dabei deutlich, dass Krebs nicht nur den Körper treffe, sondern das Denken, Fühlen und den gesamten Alltag verändere. Gerade deshalb wolle sie auf die Bedeutung ganzheitlicher Unterstützung aufmerksam machen.
Ben Nevis, Scafell Pike und Snowdon in nur einem Tag
Gestartet wurde die Tour am Samstagabend, danach ging es auf die höchsten Berge Schottlands, Englands und von Wales: Ben Nevis, Scafell Pike und Snowdon, auch Yr Wyddfa genannt. Kate legte die Strecke allein zurück, unterstützt von Mountain-Rescue-Teams entlang der Route.
Insgesamt bewältigte sie 23 Meilen zu Fuß (ca. 37 Kilometer), mehr als 10.000 Fuß Höhenanstieg (ca. 3048 Meter) und dazwischen 462 Meilen (ca. 743 Kilometer) Fahrt.
Auf einem Bild vom Gipfel des Ben Nevis ist sie mit wetterfester Jacke, Kappe, hochgezogener Kapuze und Trekkingstöcken zu sehen. Auch ihr Saphir-Diamant-Verlobungsring, einst von Diana getragen, war dabei. Hier muss man zweimal hinsehen, um Kate wirklich zu erkennen - so sehen wir die Prinzessin nie.
Kates Worte über Krebs gehen weit über die Diagnose hinaus
Die Prinzessin sprach offen darüber, wie tief die Krankheit in das Leben eines Menschen eingreift. Nach der Diagnose beginne ein Weg, der körperlich, emotional, psychologisch und spirituell alles fordere. Zugleich betonte sie, dass es auch darum gehe, geerdet, verbunden und präsent zu bleiben, unabhängig davon, wie schwierig der Weg sei. Mit dem Spendenprojekt soll mehr personalisierte Hilfe während und nach der Behandlung ermöglicht werden.
Rückkehr in den royalen Alltag mit sehr persönlicher Mission
Anfang 2024 hatte Kate ihre Krebsdiagnose öffentlich gemacht und sich einer Chemotherapie unterzogen. Im Januar 2025 teilte sie mit, dass sie in Remission sei. Seitdem kehrt sie schrittweise zu ihren royalen Aufgaben zurück.
Die Einnahmen aus der Aktion sollen nicht nur Patientinnen und Patienten zugutekommen, sondern auch Forschung fördern. Ziel ist es, ganzheitliche Krebsbegleitung künftig stärker als festen Teil der Behandlung zu verankern.