Andrew Mountbatten-Windsor erlebt seit Monaten einen tiefgreifenden Absturz innerhalb der britischen Monarchie. Nach den Anschuldigungen im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein und seinem Rückzug aus dem öffentlichen Leben wurden ihm Schritt für Schritt zentrale Privilegien genommen.

König Charles III. hat seinem Bruder nicht nur die Nutzung königlicher Titel entzogen, sondern auch dessen Stellung in traditionellen Institutionen massiv beschnitten. Parallel dazu geraten seine Ex-Frau Sarah Ferguson und die gemeinsamen Töchter Beatrice und Eugenie immer stärker unter Druck – beruflich, privat und in der öffentlichen Wahrnehmung.

König Charles streicht Andrew aus dem Hosenbandorden

König Charles hat die letzten verbliebenen Ehren seines Bruders angefasst und Konsequenzen gezogen. Andrew gehört seit dem 1. Dezember 2025 nicht mehr dem traditionsreichen Hosenbandorden, dem ältesten britischen Ritterorden, der 1348 von König Edward III. gegründet wurde.

„Der König hat angeordnet, dass die Ernennung von Andrew Albert Christian Edward Mountbatten-Windsor zum Ritter des Hosenbandordens […] aufgehoben und für nichtig erklärt wird und dass sein Name aus dem Register des genannten Ordens gestrichen wird“, heißt es im offiziellen Amtsblatt „The Gazette“. Besonders bitter für Andrew: Die Auszeichnung war ihm einst von seiner Mutter, Königin Elisabeth II., verliehen worden. Zugleich nutzt er den Stil „Seine Königliche Hoheit“ nicht mehr.

Sarah Ferguson verliert TV-Jobs und wohltätige Rollen

Auch Sarah Ferguson, frühere Herzogin von York, spürt die Folgen der Affäre um ihren Ex-Mann. Ein britischer TV-Sender hat sie aus seinen Formaten entfernt. Laut Mirror wurde sie von ihren Aufgaben bei den ITV-Shows „This Morning“ und „Loose Women“ entbunden. „Fergie wird nicht mehr bei ITV auftreten, es gibt keine Pläne für sie“, so ein Insider, der betont, sie sei intern als „sehr zugänglich“ und „sehr sympathisch“ geschätzt worden.

Parallel dazu verlor Ferguson Posten bei Wohltätigkeitsorganisationen wie der British Heart Foundation. Damit bricht für die 65-Jährige ein wichtiger Teil ihrer medialen und karitativen Arbeit weg.

Royal Lodge, Sandringham und die Wohnfrage der Yorks

Privat steht die Familie York vor einem tiefen Einschnitt. Andrew lebte noch mit Sarah Ferguson in der Royal Lodge in Windsor, doch das gemeinsame Wohnen wurde im Februar durch König Charles beendet. Er zieht nach Sandringham um, das König Charles privat gehört.

Für Ferguson gilt ein Wechsel dorthin als unwahrscheinlich; sie prüft „eine Reihe von Optionen“ für ein neues Zuhause. Gerüchte, sie könne zu den Töchtern Beatrice oder Eugenie ziehen, wurden dementiert – sie plant, sich eine eigenständige Bleibe zu suchen.

Öffentlicher Druck auf Beatrice und Eugenie wächst

Die jüngsten Entwicklungen treffen auch Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie emotional. Royal-Experte Richard Fitzwilliams erklärte laut Daily Mail, die Schwestern seien „am Boden zerstört“ über die Lage ihres Vaters und fürchteten, was noch folgen könnte. Beide bemühen sich, ihr Image als berufstätige, engagierte junge Frauen klar von dem ihrer Eltern zu trennen.

Während Andrew in einem Statement, das über People Magazine verbreitet wurde, betonte: „Ich habe mich entschieden, meine Pflicht gegenüber meiner Familie und meinem Land an erste Stelle zu setzen“, bleibt seine Position in der Thronfolge formal bestehen. Doch der Ruf der gesamten Familie York steht auf dem Prüfstand – von der möglichen Umbenennung des „Prince Andrew Way“ in Nordirland bis hin zum Verlust von Auftritten, Ehren und vertrauten Wohnsitzen. Oder sogar noch mehr seiner Freiheiten.