Herzogin Meghan steht erneut im Mittelpunkt einer Debatte. Auf Instagram veröffentlichte sie ein Spiegelselfie mit ihrer Tochter Lilibet, die vor einem gut gefüllten Kleiderschrank an ihren Füßen sitzt. Dazu schrieb sie „Mamas kleine Helferin“.

Das Bild erschien nur Stunden vor ihrem Auftritt bei einer Veranstaltung der Weltgesundheitsorganisation in Genf, bei der Meghan vor den Risiken sozialer Medien für Kinder warnte. Genau dieser zeitliche Zusammenhang löste scharfe Reaktionen aus und brachte ihr Vorgehen in die Kritik.

Meghan erntet Kritik für Foto mit Lilibet

Der Royal-Experte Tom Sykes warf Meghan einen deutlichen Widerspruch vor. Laut „Daily Mail“ sagte er über das Bild: „Die Heuchelei ist atemberaubend. Es ist ein prahlerisches Bild. Es ist ein eitles Bild. Es ist erschreckend unsensibel.“

Besonders kritisierte er, dass Meghan ihre vierjährige Tochter auf Social Media zeige, obwohl sie kurz darauf über digitale Gefahren für Kinder sprechen wollte. Sykes verwies zudem auf die luxuriöse Garderobe im Hintergrund und behauptete, die gezeigten Outfits hätten einen sehr hohen Wert.

Meghan spricht in Genf über Schutz von Kindern online

In Genf trat die 44-Jährige bei einer WHO-Veranstaltung rund um das Lost Screen Memorial auf. Dort erinnerte die Installation an 50 Kinder, die infolge von durch Social Media erlittene Schädigungen ums Leben kamen. Meghan forderte in ihrer Rede stärkere internationale Schutzmaßnahmen und machte klar, dass Sicherheit im Netz als Gesundheitsfrage behandelt werden müsse.

„Unsere Kinder sind keine Produkte, sie sind keine Experimente und nicht entbehrlich“, sagte Meghan laut „Daily Mail“. Außerdem warf sie Plattformen vor, Profit über Menschen zu stellen und Kinder nicht ausreichend zu schützen.

Treffen mit betroffenen Familien nach der Rede

Nach ihrem rund zehnminütigen Auftritt suchte Meghan das Gespräch mit Angehörigen, die Kinder durch Online-Häme verloren haben. Bilder zeigen, wie sie mehrere Eltern umarmte, Selfies mit Unterstützern machte und Geschenke von Kindern entgegennahm.

Die Gedenkstätte bestand aus beleuchteten Boxen, auf denen jeweils die Handy-Sperrbildschirme der verstorbenen Kinder zu sehen waren. In ihrer Ansprache betonte Meghan, hinter jedem Namen stehe ein geliebtes Kind mit eigener Zukunft, eigenem Alltag und einer Familie, die mit dem Verlust leben müsse.

Unterstützung und Kritik

Während Kritiker den Instagram-Post als unpassend bezeichneten, erhielt Meghan für ihre Worte in Genf auch viel Zuspruch. Meghan und Prinz Harry setzen sich schon länger für strengere Regeln im Netz ein und unterstützten unter anderem ein Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige in Australien.